Volvo ex60 landet in mailand: schwedischer suv lässt deutsche premium-rivalen alt aussehen
65.350 Euro für 810 Kilometer Reichweite – das ist keine Fantasie, das ist der neue Volvo EX60, der gestern im Volvo Studio Mailand seine italienische Premiere feierte und BMW, Mercedes & Co. die Stirn bietet.
Stockholmer neustart kommt mit drei schippen strom
Knapp zwei Monate nach der Weltpremiere in der schwedischen Hauptstadt rollt der D-Segment-Elektro-SUV nun auch auf italienische Straßen. Drei Motorisierungen, zwei Ausstattungslinien, ein Preisschild, das selbst hartgesottene Markenfans aufhorchen lässt. Die P6-Version leistet 374 PS, reicht für 620 km WLTP und kostet 4.000 Euro weniger als eine vergleichbare BMW iX3. Die Spitzenversion P12 schöpft aus 680 PS und verspricht satte 810 km ohne Lade-Stopp – bis 81.450 Euro in der Ultra-Ausstattung.
Volvo Car Italia meldet bereits über 3.000 Bestellungen aus Schweden, die Muttergesellschaft erhöht daraufhin die Produktionszahlen für 2026. Die ersten italienischen Kunden bekommen ihre P6 und P10 im Juli geliefert, die stärkste P12 folgt danach. Parallel dazu öffnet sich die Cross-Country-Variante: Preisliste von 71.450 Euro (P10 Awd Plus First Edition) bis 78.400 Euro (Ultra First Edition), Lieferstart 2027.

Google gemini sitzt hinterm lenkrad
Was den EX60 von jedem bisherigen Volvo unterscheidet, ist die KI, die sich wie ein zweiter Beifahrer ins Cockpit schleicht. Google Gemini versteht natürliche Sprache, liest E-Mails vor, plant Routen – Hände bleiben auf dem Volant. Rechenpower liefert Qualcomms Snapdragon-Plattform plus Nvidias Drive AGX Orin-Chip mit 250 Tera-Ops. Sogar der Gurt passt sich an: Multi-adaptive Vordersitze nutzen Sensordaten zu Größe, Gewicht und Sitzposition, um im Crash die Rückhaltekraft exakt zu dosieren. Updates laufen über das intern entwickelte HuginCore-System per Funk.
Ein Detail verrät, wie ernst Volvo die Zukunft nimmt: Die Software ist nicht nur einmal flashen und vergessen – sie lebt, wächst, lernt. Während andere Marken noch über OTA nachdenken, hat Göteborg längst geliefert.
Marktstart in Deutschland erfolgt parallel zum italienischen Roll-out, Preise und Reichweiten bleiben identisch. Die Konkurrenz aus München und Stuttgart kann sich warm anziehen: Der Schwede kommt mit besserer Reichweite, niedrigerem Einstiegspreis und einem KI-Assistenten, der selbst dem bayerischen iDrive die Show klaut. Die ersten Testfahrten zeigen, dass die 810 km keine Laborwerte sind – auf der Autobahn bei 130 km/h liegen realistisch 650 km, was immer noch deutlich über dem liegt, was Audi, BMW und Mercedes derzeit bieten.
