Volley-talente im aufschwung: drei töchter folgen dem ruf der eltern

Ein Wochenende, das die italienische Volleyballszene in Atem hält: In Cremona kämpfen die U18-Nationalspielerinnen Arianna Bovolenta, Nicole Mastrangelo und Vanessa Hernandez um den nationalen Titel. Doch ihre Leistung ist nur der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere, die sie nun in die Profiligen führt – und das alles im Schatten ihrer berühmten Eltern.

Die nächste generation schreibt volleyball-geschichte

Die nächste generation schreibt volleyball-geschichte

Drei Namen, drei Familien, eine Leidenschaft: Arianna, Nicole und Vanessa sind nicht einfach nur talentierte Volleyballspielerinnen. Sie sind die Töchter von Legenden – Vigor Bovolenta, Luigi Mastrangelo und dem kubanischen Ausnahmespieler Osvaldo Hernandez. Ihre gemeinsame Zeit beim Volleyrò Casal de’ Pazzi, einem renommierten Jugendclub in Rom, neigt sich dem Ende zu, während ihre individuellen Wege in die Serie A beginnen.

Arianna Bovolenta, die bereits in der A2-Liga beim Club Italia Erfahrungen sammelte, wird in die Reihen von Trentino Volley wechseln. Nicole Mastrangelo, eine explosive Außenangreiferin, wird ihre Karriere in Altamura fortsetzen, nur einen Katzensprung von den Großeltern entfernt. Und Vanessa Hernandez, eine talentierte Zuspielerin, kehrt zum Club Italia zurück, um dort den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen. Ein Trio, das die Zukunft des italienischen Volleyballs prägen könnte.

Was aber macht diese jungen Frauen so besonders? Arianna Bovolenta, deren Mutter selbst eine ehemalige Nationalspielerin ist, beschreibt die Volleyball-Leidenschaft in ihrer Familie als eine Art Familiensprache. „Wir sind fünf Geschwister und spielen alle Volleyball, außer meiner Zwillingsschwester, die dem Sport skeptisch gegenübersteht“, lacht sie. Die Liebe zum Spiel wurde ihr in die Wiege gelegt, doch der Druck, den der Name mit sich bringt, wiegt nicht schwer. „Meine Mutter gibt mir immer nur einen Ratschlag: Gib immer alles!“

Vanessa Hernandez, die als Kind in Kuba die Spiele ihres Vaters Osvaldo begeistert verfolgte, erinnert sich an improvisierte Trainingseinheiten auf der Straße. „Mein Papa hat mir alles beigebracht. Manchmal haben wir sogar eine Lampe kaputt gemacht, als wir im Wohnzimmer trainiert haben“, schmunzelt sie. Ihre Ambition ist klar: „Ich will die Beste der Welt werden!“

Und schließlich Nicole Mastrangelo, deren Wurzeln in Apulien liegen. Ihre Großeltern sind ihre größten Fans und unterstützen sie bei jedem Spiel. „Ich habe mit einem Faustschlag ins Gesicht angefangen“, gesteht sie lachend und erinnert sich an ihre ersten Erfahrungen mit dem Volleyball. „Aber dann hat es mir Spaß gemacht.“

Die Finalspiele in Cremona sind nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch ein symbolischer Abschied von der Jugend. Doch die drei jungen Frauen blicken optimistisch in die Zukunft. Sie haben die Grundlagen gelegt, die Leidenschaft im Blut und die Unterstützung ihrer Familien im Rücken. Der italienische Volleyball kann sich freuen auf eine neue Generation von Talenten, die bereit sind, die Bühne zu erobern.

Die Reise hat gerade erst begonnen. Und eines ist sicher: Die Töchter der Volleyball-Legenden werden ihre Spuren in der Welt des Sports hinterlassen.