Volley-legende colaci beendet karriere: zwei abschiedskonzerte in turin!
Ein Karrierende, das in die Geschichte eingehen wird: Massimo Colaci, der Urgestein des italienischen Volleyballs, hängt nach 19 Saisons in der Superlega seine Ginocchiere ein. Doch bevor der Liberobonze endgültig in den Trainerberuf abdriftet, genießt er noch zwei magische Momente auf höchstem Niveau – die Final Four der Champions League in Turin. Ein Abschied in großem Stil, der die Volleyballwelt in Atem hält.
Der liberoboss blickt zurück: meilensteine und prägende figuren
Colaci, ein Name, der untrennbar mit dem modernen Volleyball verbunden ist, blickt auf eine Karriere zurück, die von unzähligen Titeln und unvergesslichen Momenten geprägt ist. Sechs Meistertitel, ein Champions-League-Sieg und zahlreiche weitere Auszeichnungen zeugen von seiner außergewöhnlichen Klasse. Besonders hervorzuheben ist sein Erfolg mit Perugia, wo er mit 18 Titeln eine Ära prägte. Doch Colaci ist mehr als nur ein Pokalsammler. Er war stets ein Vorbild für seine Mitspieler, ein Anführer auf und neben dem Feld.
“Vivo una sensazione di pace,” gesteht der 41-Jährige in einem Interview. “Es ist ein Gefühl von Frieden. Der Adrenalinstoß lässt nach, die Schmerzen in den Knien, den Handgelenken und den Beinen machen sich bemerkbar, aber die Freude über das Erreichte überwiegt.” Der Gewinn des achten Meistertitels seiner Karriere, und der letzte im Trikot von Perugia, fühlt sich für Colaci wie der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Laufbahn an. “È il trofeo più bello,” betont er, “der schönste Pokal. Er wird mir die schönsten Emotionen beschert haben.”
Seine Inspiration fand Colaci in Mirko Corsano, dem ersten Liberobonze der italienischen Nationalmannschaft. “Ich sah ihn spielen, bewunderte ihn und wollte ihm nacheifern,” erinnert sich Colaci. “Noch heute stehen wir in Kontakt und tauschen uns regelmäßig aus.” Die Entscheidung, die Nummer 13 zu tragen, war eine Hommage an seinen Idol.

Die final four: zwei letzte auftritte eines champions
Bevor Colaci in seine neue Rolle als Trainer schlüpft, stehen noch zwei prestigeträchtige Auftritte an: die Halbfinalpartie und das Finale der Champions League in Turin. “Ci penso ma non riesco ad andare oltre la semifinale,” sagt Colaci selbstironisch. “Ich denke daran, aber kann nicht über die Halbfinalpartie hinausdenken. Danach werde ich mich auf das Finale konzentrieren, in der Hoffnung, dass es ein noch wichtigeres Konzert wird.” Die Final Four wird somit zu einer Art Abschiedstournee, einem letzten Tanz auf höchstem Niveau.
Die Frage, wer Colaci am meisten beeindruckt hat, beantwortet er mit Juantorena und Kaziyski als herausragende Angreifer, gefolgt von Leon. In der Regie sieht er Giannelli, Atanasijevic im Aufschlag und Russo sowie Birarelli im Zentrum. Podrascanin als Libero und Lorenzetti als Trainer runden sein Dreamteam ab.
Auch wenn er die Sala pesi (das Krafttraining) vermissen wird, ist Colaci sich sicher: “Die Spiele werden mir am meisten fehlen.” Es ist das Spiel selbst, die Leidenschaft, die Energie, die er so sehr liebt. Ein Abschied, der nicht nur für ihn, sondern für die gesamte Volleyballwelt ein Verlust ist.
Massimo Colaci hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Doch sein Erbe wird weiterleben – in den Herzen seiner Fans, in den Erinnerungen seiner Mitspieler und in der Inspiration für kommende Generationen von Volleyballspielern. Die Volleyballwelt verabschiedet sich von einer Legende, die mit Herz und Seele für den Sport gekämpft hat. Ein Mann, der nicht nur ein großartiger Spieler, sondern auch ein wahrer Gentleman war.
