Volleyball: italien setzt auf stars – bovolenta und mati im fokus!
Rom – Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft steht vor einer spannenden Saison, und der Startschuss fällt unter ungewöhnlichen Umständen: Am 10. September wird das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft in Neapel auf einem öffentlichen Platz, der Piazza del Plebiscito, ausgetragen. Ein ungewöhnlicher, aber magischer Moment, wie ihn sich die Verantwortlichen gewünscht haben.

De giorgi baut auf bewährte kräfte und junge talente
Nationaltrainer Ferdinando De Giorgi blickt optimistisch auf die kommende Saison. Nach dem Erfolg der Heim-Europameisterschaft 2023 und der Weltmeisterschaft 2025 in Manila setzt er auf eine Mischung aus erfahrenen Spielern und vielversprechenden Nachwuchskräften. „Wir haben eine Atmosphäre geschaffen, in der sich jeder neue Spieler sofort als Teil der Mannschaft fühlt“, so De Giorgi.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Alessandro Bovolenta, der in Piacenza „Kontinuität als Stammspieler“ gefunden hat, wie De Giorgi betont. Auch der junge Modena-Mittelblocker Pardo Mati, gerade erst 19 Jahre alt, wird in der VNL und der U22-Europameisterschaft zum Einsatz kommen. „Er ist ein sehr interessanter junger Spieler“, lobt der Trainer.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und De Giorgi hat einen Kader von 36 Spielern nominiert, aus dem er bis zum 20. Mai 30 Spieler für die VNL auswählen wird. Ein umfangreicher Wechselspiel zwischen den Spielern ist geplant. „Wir werden denen die Möglichkeit geben, sich zu erholen, die es brauchen“, erklärt De Giorgi. Giannelli und Russo werden beispielsweise erst ab der dritten Woche in Kansai ins Team stoßen, während Michieletto auf die Freigabe des medizinischen Teams warten muss.
Die Herausforderung: Konzentration und mentale Stärke
De Giorgi weiß, dass der Weg zur Verteidigung des WM-Titels und zum Gewinn der EM steinig sein wird. „Wenn wir uns bestätigen wollen, müssen wir uns verbessern“, mahnt er. Besonders die anderen Halbfinalisten der letzten Weltmeisterschaft – Polen, Slowenien und USA – werden starke Gegner sein. „Es wird eine Europameisterschaft, bei der wir um Medaillen kämpfen müssen. Ein bisschen Anspannung ist da, aber sie muss positiv sein und uns Adrenalin geben. Wir müssen vermeiden, dass sie zur Angst wird.“
Die Eröffnungsspiele in Neapel, Modena, Turin und schließlich in Mailand sollen dabei helfen, die richtige Einstellung zu finden und die Unterstützung der Fans im Rücken zu spüren. Und sollte das Wetter nicht mitspielen, so wird das Spiel gegen Schweden einfach auf den nächsten Tag verschoben – ein Kompromiss, der De Giorgi keineswegs widerstrebt. „Wenn sich Christus in Eboli hat geduldig gezeigt, dann können wir das auch“, scherzt der Trainer.
Die Stars der Piazza del Plebiscito werden also nicht nur das Spiel eröffnen, sondern auch die Bühne für eine neue Ära der italienischen Volleyball-Nationalmannschaft bereiten – eine Ära, die von Talent, Erfahrung und dem unbedingten Willen zum Sieg geprägt ist.
