Völler verteidigt baumann – und öffnet doch einen spalt für neuer
Rudi Völler, der Sportdirektor des DFB, hat Oliver Baumann seine volle Unterstützung ausgedrückt. Der Hoffenheim-Keeper ist nach Manuel Neuers Rücktritt die neue Nummer eins im deutschen Tor. Doch Völler ließ in einem Interview mit Sky Sports ungewöhnlicherweise eine winzige Tür für ein Comeback des Rekordnationalspielers offen, was die Fußballnation in Aufruhr versetzt.

Die unangefochtene nummer eins – oder doch nicht?
„Manuel Neuer ist eine Legende, das steht außer Frage. Er ist der beste Torwart der letzten Jahrzehnte“, räumte Völler ein. „Sein Rücktritt war ein Verlust, aber Oliver Baumann hat sich diese Chance redlich verdient. Er ist ein absoluter Top-Torwart und spielt eine hervorragende Saison.“ Völler schien das Thema damit abzuschließen, betonte aber im selben Atemzug, dass Neuers Rückkehr unter bestimmten Umständen nicht völlig ausgeschlossen sei. Eine klare Ansage, die die Diskussionen um das deutsche Tor neu entfacht hat.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuvor bereits deutlich gemacht, dass er nicht mit einem Comeback Neuers rechnet. Die Frage, unter welchen „unnormalen“ Bedingungen eine Rückkehr des 40-Jährigen in die Nationalmannschaft denkbar wäre, ließ Völler jedoch unbeantwortet, was die Spekulationen zusätzlich anheizt. Die WM rückt näher, und die Fans fragen sich: Könnte Neuer doch noch einmal im deutschen Tor stehen?
Die Situation ist delikat: Einerseits steht Baumann vor dem größten Auftritt seiner Karriere, andererseits bleibt der Schatten Neuers weiterhin über dem deutschen Tor. Völler scheint bewusst zu sein, dass er mit seinen Aussagen eine Welle der Hoffnung entfacht, will aber gleichzeitig Baumanns Selbstvertrauen nicht unnötig untergraben. Eine Balanceakt, der zeigen wird, ob er die Nerven behält, während die Fußballwelt gebannt auf die Entwicklungen im DFB-Team blickt. Die Entscheidung, ob Neuer doch noch einmal für Deutschland spielen wird, liegt letztendlich bei ihm selbst – und bei Rudi Völler, der eine entscheidende Rolle bei der Kaderplanung spielt.
