Volkswagen zeigt erste golf-9-silhouette – elektro-ikone kommt 2028
Die Wolfsburger Nachtschicht bekam einen Vorgeschmack auf die Zukunft: Vor 15.000 Mitarbeitern ließ Volkswagen die schwarze Schattenlinie der nächsten Golf-Generation durch die Dunkelheit gleiten. Kein Verbrenner, kein Hybrid – nur noch Strom. 2028 soll die voll-elektrische Golf 9 rollen, produziert auf der neuen 800-Volt-SSP-Plattform und mit Software von Rivian.
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Daniela Cavallo, Betriebsratschefin und Stimme der Belegschaft, machte’s kurz: „Golf bleibt in Wolfsburg.“ Doch der Preis ist ein Produktionsumzug. Der heutige Golf 8.5 wandert 2027 nach Puebla, Mexiko, damit Wolfsburg komplett auf Batterie umstellt. Dort läuft dann auch der Nachfolger des T-Roc vom Band – ebenfalls elektrisch, ebenfalls auf SSP-Basis.
Die Zahlen sind hart: 800 Volt Ladespannung, bis zu 300 kW Ladeleistung, Reichweiten jenseits von 600 Kilometern. Die Skizze zeigt ein fast steil abfallendes Heck und einen markanten Dachspoiler – Reminiszenz an die erste GTI-Linie von 1976, nur dass der Sound diesmal aus Lautsprechern kommt.
Ein Detail verrät die Strategie: Die Bezeichnung ID. Golf ist noch nicht fix. Intern hält man sich alle Optionen offen, um die Ikone nicht in der Nummern- und Buchstabensuppe der ID-Familie zu versenken. Markenwert vor Systematik – so denkt Konzernchef Blume, der beim Mitarbeiter-Meeting persönlich zugegen war.
Die Uhr tickt. 2028 steht auch der neue Tiguan an, 2031 folgt ein weiteres Update. Wer heute in Wolfsburg anfängt, lernt statt Schrauben Software-Loops. Die letzte Golf-Generation mit Verbrenner wird in Mexiko gebaut – und wahrscheinlich länger verkauft als gedacht, weit über 2028 hinaus. Die Ikone lebt zweigleisig: digital zu Hause, klassisch in Übersee.
