Vogel stürmt zum sieg beim tschio – grand slam im blick!

Aachen tobte, als Richard Vogel beim Großen Preis des TSCHIO einen fulminanten Sieg feierte! Der Europameister auf United Touch ließ die internationale Konkurrenz hinter sich und hält die Chance auf den historischen „Grand Slam of Show Jumping“ am Leben. Ein Freudentränen-Moment, der die Reitsportwelt in Atem hält.

Ein triumph der leidenschaft und präzision

Ein triumph der leidenschaft und präzision

Die Soers war am Sonntag ein Hexenkessel, als Vogel im Stechen gegen Top-Springreiter wie José Maria Larocca und seine Lebensgefährtin Sophie Hinners die Oberhand behielt. Mit einer beeindruckenden Zeit von 1,79 Sekunden Vorsprung auf Larocca demonstrierte er seine Klasse und die unglaubliche Harmonie mit seinem Pferd. „Ich bin gerade überwältigt, ich musste richtig heulen – logischerweise Freudentränen“, gestand Vogel im WDR-Interview. „Seit vielen Wochen haben wir diesen Grand Prix im Visier. Ein United, der so kämpft, das gibt es nicht oft in einer Reiterkarriere.“

Dieser Erfolg markiert bereits den zweiten Major-Sieg für Vogel in diesem Jahr, nachdem er im März beim Dutch Masters in 's-Hertogenbosch triumphiert hatte. Ein Preisgeld von 500.000 Euro ist ihm damit sicher. Doch der Blick gilt bereits weiter: Die Spruce Meadows Masters in Calgary (9. bis 13. September) und vor allem die Heim-Weltmeisterschaft in Aachen (11. bis 23. August) stehen an. Das Duo Vogel und United Touch ist auf dem besten Weg, Geschichte zu schreiben.

André Thieme zeigte sich ebenfalls in Topform und sicherte sich mit Chakira einen starken sechsten Platz. Daniel Deußer landete mit Otello auf Rang 16. Die Spannung im internationalen Springreitsport ist kaum auszuhalten, denn Vogel könnte als zweiter Springreiter nach Scott Brash den „Grand Slam“ erringen – ein Triumph, der ihn in die Annalen des Reitsports eintragen würde.

Das Turnier in Aachen durfte dieses Jahr zwar nicht offiziell als CHIO bezeichnet werden, da die Weltmeisterschaft Vorrang hat, doch die Atmosphäre und die Qualität der Teilnehmer waren auf höchstem Niveau. Wie die Aachener Sportchefin Birgit Rosenberg betonte, sei es „nicht angebracht gewesen, sich dieses Jahr so zu nennen“, aber die Zuschauer nannten das Turnier ohnehin „Tschio“ – und dieser Name passt perfekt zu dem besonderen Flair, das diesen Wettbewerb auszeichnet.

Die US-Reiterin X war übrigens erfolgreichste Teilnehmerin bei den Qualifikationsprüfungen.