Vlahovic kehrt zurück – und juventus braucht ihn dringender denn je
Dusan Vlahovic schärft die Stollen. Der serbische Stürmer steht kurz vor seinem Comeback bei Juventus Turin, und Trainer Luciano Spalletti macht keinen Hehl daraus, wie sehr er ihn braucht. Das Ziel ist klar und unverhandelbar: Platz vier in der Serie A, das Ticket für die Champions League – und nichts anderes zählt gerade in Turin.
Spalletti wollte einen neuner, bekam aber keinen
Im Januar war Spalletti laut und deutlich: Er forderte einen physisch präsenten Mittelstürmer, jemanden der den gegnerischen Strafraum dominiert, Bälle festmacht, Raum schafft. Die Vereinsführung lieferte nicht. Was blieb, war das vorhandene Material – und die Hoffnung, dass Vlahovic rechtzeitig fit wird.
Gegen Pisa wird der Serbe es versuchen, ohne sich zu überfordern. Gegen Udinese soll er zumindest von der Bank kommen. Kein Risiko, aber Tempo. Denn die Saison wartet nicht.

Was openda und david nicht bieten können
Die Zahlen und die Auftritte lügen nicht: Lois Openda ist der bislang enttäuschendste Angreifer in Spallettis System. Der Belgier sucht die Tiefe, lässt keine Bindung entstehen, bietet keinen Halt. Nach Igor Tudor hat nun auch Spalletti offenbar das Vertrauen in ihn verloren. Jonathan David hingegen bleibt im Plan – Spalletti sieht ihn auch als hängende Spitze. Aber ein klassischer Neuner? Das ist er nicht.
Genau dort kommt Vlahovic ins Spiel. Nicht als Symbol, sondern als Lösung. Seine Körperlichkeit, seine Abschlussqualität, seine Präsenz im Strafraum – das ist das Profil, das Spalletti seit Wochen auf dem Wunschzettel hat. Und jetzt bekommt er es doch noch, aus dem eigenen Kader.

Vertrag, gehalt und eine offene zukunft
Hinter allem schwebt eine Frage, die Turin schon länger beschäftigt: Was wird aus Vlahovic? Sein Vertrag läuft aus, sein Gehalt ist mit 8 Millionen Euro Grundgehalt – plus vier Millionen Einmalbonus aus alten Vertragszeiten – eines der höchsten im Kader. Wirtschaftlich ist das eine Last.
Aber Spalletti hat eine andere Perspektive eingenommen. Unter Thiago Motta war Vlahovic faktisch abgeschrieben – taktisch nicht eingebunden, menschlich an den Rand gedrängt. Spalletti sieht ihn als Schlüsselspieler. Und wenn der Serbe in den verbleibenden Wochen liefert, könnte aus dem Abschiedsszenario plötzlich eine Vertragsverlängerung werden.
Ein starkes Saisonfinale wäre für Vlahovic also nicht nur sportliche Wiedergutmachung. Es wäre sein bestes Argument am Verhandlungstisch.
