Visma-lease a bike dominiert: historisches zeitfahren in auvergne-rhône-alpes!
Das Team Visma-Lease a Bike hat im Zeitfahren der Tour Auvergne-Ródano-Alpes eine Demonstration ungeahnter Kraft gezeigt und die Konkurrenz förmlich deklassiert. Nach den Erfolgen beim Giro d’Italia scheint das niederländische Team seinen Siegeszug fortzusetzen und die allgemeine Klassifikation mit einem beeindruckenden Vorsprung in Angriff zu nehmen.

Ein team, eine vision: visma setzt den standard
Das Quartett um Matteo Jorgenson pulverisierte die Konkurrenz und fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 51,8 km/h durch Perreux. Ein Ergebnis, das selbst die erfahrensten Experten in Staunen versetzte. Die anderen Teams, darunter Movistar und Lidl-Trek, konnten dem Tempo der 'Aviospen' (wie die Fahrer von Visma genannt werden) kaum folgen. Die Entscheidung, auf Onley zu warten, nachdem ihm ein technischer Defekt die Beine gekrallt hatte, zeigt die Geschlossenheit und den unbedingten Zusammenhalt des Teams.
Movistar, das zunächst mit einer Zeit von 33:44 Minuten die Bestmarke gesetzt hatte, musste sich geschlagen geben. Auch Lidl-Trek, mit einer starken Vorstellung von Skjelmose und Co., landete mit 33:24 Minuten nur knapp dahinter. Die Spannung im Rennen ist damit weiterhin enorm, insbesondere vor dem entscheidenden alpinen Finale am Wochenende.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Juan Ayuso, Paul Seixas und Isaac del Toro, die nun mehr als eine Minute Rückstand auf Jorgenson aufweisen. Der junge Spanier Ayuso, der im Vorfeld als einer der Top-Favoriten gehandelt wurde, muss sich nun neu orientieren, um im Kampf um den Gesamtsieg noch eine Chance zu haben. Seixas' Leistung wurde zudem durch einen beinahe verhängnisvollen Moment getrübt, als er im Vorfeld des Schlussanstiegs einen gefährlichen Defekt an seinem Fahrrad erlitt.
Die Netcompany-Ineos-Mannschaft zeigte ebenfalls eine starke Vorstellung, musste aber aufgrund eines Kettenabriss bei Onley einen Rückschlag hinnehmen. Die Entscheidung, auf den Briten zu warten, war taktisch klug, kostete das Team aber letztendlich den Sieg in der Etappe. Die Strategie ging auf, denn Onley konnte trotz des Problems in aussichtsreicher Position für die Gesamtklassement bleiben.
Visma-Lease a Bike hat nicht nur das Zeitfahren gewonnen, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz gesendet: Das Team ist bereit, seine Dominanz in Frankreich fortzusetzen. Die Leistung der 'Aviospen' war schlichtweg herausragend und unterstreicht die Professionalität und den Enthusiasmus, mit denen das Team an den Start geht.
Die Entscheidung, Tullet aufgrund eines technischen Problems aus dem Rennen zu nehmen, war zwar bedauerlich, doch die Reaktion des Teams zeugt von einer außergewöhnlichen Teamfähigkeit und dem Willen zum Erfolg. Die Konkurrenz muss sich warm anziehen, denn Visma-Lease a Bike ist in Topform und bereit, die Tour Auvergne-Ródano-Alpes zu erobern. Der Vorsprung auf die Verfolger ist komfortabel, aber das Rennen ist noch lange nicht entschieden. Die kommenden Tage im Alpenvorland werden zeigen, ob Visma seine Führung behaupten kann.
