Viola leuchter: vom handball-mädchen zur welthandballerin – ihr weg

Viola leuchter: vom handball-mädchen zur welthandballerin – ihr weg

Viola Leuchter, gerade erst 21 Jahre alt, erlebt einen kometenhaften Aufstieg im Handball. Nach der Auszeichnung als beste junge Spielerin wurde sie nun zur jungen Welthandballerin gewählt. Doch wie begann ihre Reise mit dem Handball? Ich, Birgit Richter, möchte Ihnen heute diese spannende Geschichte erzählen und einen Blick hinter die Kulissen dieses beeindruckenden Talents werfen.

Die anfänge: ein schuss, der alles veränderte

Es scheint, als sei Viola Leuchter quasi mit dem Handballschuh in der Hand geboren. “Ich bin fast mit der ersten Stunde eingestiegen, ich glaube, es war dann offiziell die F-Jugend”, erzählt sie. Interessanterweise war es nicht ihr Vater, selbst ehemaliger Handballer, der ihre Leidenschaft entfachte, sondern ihre Grundschullehrerin. “Die kann doch eigentlich ganz gut werfen – schickt die doch mal zum Handball”, soll sie gesagt haben. Ein Ratschlag, der sich als goldrichtig erweisen sollte.

Erste schritte und humorvolle pannen

Erste schritte und humorvolle pannen

An ihr erstes Training erinnert sich Leuchter mit einem Lächeln. “Ich habe am Anfang gar nichts verstanden – das war noch dieses zweimal drei gegen drei, du darfst nicht über die Mittellinie laufen. Ich habe es sogar irgendwie hinbekommen, ein Eigentor zu machen”, berichtet sie lachend. Trotz dieser anfänglichen Schwierigkeiten war die Freude am Spiel sofort geweckt. “Ich fand es trotzdem toll. Dann ist man halt dabei geblieben.”

Logistische herausforderungen in der jugend

Logistische herausforderungen in der jugend

Der Weg an die Spitze war jedoch nicht immer einfach. Als Linkshänderin und aufstrebende Spielerin stand Viola Leuchter vor logistischen Herausforderungen. “Ich komme ja gebürtig aus Aachen und bin mit 14 oder 15 nach Leverkusen gewechselt – das ist schon eine Stunde entfernt”, erklärt sie. Es folgten Jahre des Pendelns, bei denen ihre Eltern einen enormen Beitrag leisteten. “Meine Eltern haben mich in der Jugend, als ich noch keinen Führerschein hatte, kreuz und quer durch die Weltgeschichte gefahren, nur damit ich meinem Hobby nachgehen kann.”

Familie als rückhalt und konstante

Ohne die Unterstützung ihrer Familie wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. “Die hat mich in der Jugendzeit überhaupt erst dahin gebracht, dass ich das machen konnte”, betont Leuchter. Ihre Eltern und Geschwister sind bei fast jedem Spiel dabei, egal ob live in der Halle oder online. “Es gibt, glaube ich, wenige Spiele, die meine Eltern nicht gesehen haben. Und das ist natürlich ein Riesenglück.” Diese konstante Unterstützung gibt ihr Kraft und Motivation.

Mehr als nur familie: ein starkes netzwerk

Doch nicht nur ihre Familie steht hinter Viola Leuchter. Auch ihre Teamkolleginnen haben eine wichtige Rolle gespielt. “Ich hatte in meinen Mannschaften auch immer viele Spielerinnen, die einen mitgenommen haben – das macht es dann direkt leichter”, sagt sie. Diese Gemeinschaft und der Zusammenhalt sind entscheidend für ihren Erfolg. Es geht darum, Spaß zu haben und sich gegenseitig zu unterstützen, egal ob im Profiklub oder im Dorfverein.

Der schlüssel zum erfolg: freude und durchhaltevermögen

Viola Leuchter weiß, dass der Weg an die Spitze nicht immer nur von Erfolgen geprägt ist. “Die entscheidenden Momente sind genau die”, sagt sie, “in denen man keine Lust hat – dass man dann nicht aufhört.” Es ist die Freude am Spiel und das Durchhaltevermögen, die sie auszeichnen und ihr ermöglichen, auch Rückschläge zu überwinden. Diese Mentalität ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Persönlichkeit und ihres Erfolgs.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Auszug aus Sheroes – Faszination Frauenhandball.

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