Vingegaard stürmt zum rosa trikot: alpen-krimi in pila!
Jonas Vingegaard hat beim Giro d’Italia mit einer beeindruckenden Vorstellung das Rosa Trikot erobert. Der Däne vom Team Visma-Lease a Bike distanzierte seine Konkurrenten auf der brutalen 14. Etappe nach Pila und demonstrierte eindrucksvoll seine Klasse. Ein Sieg, der das Rennen völlig neu ordnet.

Die entscheidung auf dem schlussanstieg
Die Luft war dünn, die Beine schwer, aber Vingegaard ließ sich nicht beirren. Auf dem finalen Anstieg, einem Hexenkessel aus Zuschauern, griff der Giro-Neuling an und ließ die Favoriten stehen. Afonso Eulálio, der bis dato das Rosa Trikot trug, konnte dem Tempo nicht standhalten und musste den Dänen ziehen lassen. Ein Moment, der die Entscheidung besiegelte.
Felix Gall, der Österreicher vom Decathlon-CMA-CGM Team, kämpfte zwar verbissen, konnte aber einen Rückstand von 48 Sekunden nicht wettmachen. Er übernimmt damit den zweiten Platz in der Gesamtwertung – ein Achtungserfolg für den jungen Mann. Eulálio hingegen verlor deutlicher mit 2:48 Minuten und muss das prestigeträchtige Rosa Trikot abgeben. Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen.
Was niemand so recht erwartet hatte, ist die Dominanz Vingegaards in den Alpen. Er bewies, dass er nicht nur ein Sprinter ist, sondern auch in den Bergen zu den Besten gehört. Die Konkurrenz muss sich nun neu justieren und einen Weg finden, um dem Dänen Paroli zu bieten. Die Aufgabe wird alles andere als einfach sein.
Die 15. Etappe führt die Fahrer nun quer durch Italien nach Mailand. Ein vermeintlich entspanntes Teilstück, das aber dennoch taktisch von Bedeutung sein könnte. Die Teams werden versuchen, die Kräfte zu verwalten und sich auf die anstehenden Härteprüfungen vorzubereiten. Doch eines ist klar: Vingegaard hat das Ruder übernommen und will den Giro d’Italia bis zum Schluss kontrollieren.
