Vingegaard dominiert: rosa trikot im aostatal erobert!

Jonas Vingegaard hat bei der Giro d’Italia das Aostatal im Griff. Der Däne entschied die anspruchsvolle Alpenetappe mit Bergankunft in Pila für sich und übernahm damit die Gesamtführung. Ein Machtdemonstration, die ihn nun auf Kurs für den Gesamtsieg bringt – und ihn zu einem potenziellen historischen Triumph macht.

Die hitze schien vingegaard zu beflügeln

Die hitze schien vingegaard zu beflügeln

Während viele Konkurrenten mit der drückenden Hitze zu kämpfen hatten, schien sie den zweimaligen Tour- und einmaligen Vuelta-Sieger nur zu beflügeln. Vingegaard setzte sich im entscheidenden Anstieg hinauf nach Pila mit einem beeindruckenden Vorsprung von 49 Sekunden vom Österreicher Felix Gall durch, der erneut als Zweiter ins Ziel kam. Jai Hindley, vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe, sicherte sich den dritten Platz.

Die Leistung von Vingegaard ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass er bereits als einer der größten Radrennfahrer seiner Generation gilt. Sollte er die Giro d’Italia gewinnen, würde er als achter Fahrer der Geschichte in die Geschichtsbücher eingehen, der alle drei großen Landesrundfahrten – Tour de France, Vuelta a España und Giro d’Italia – in seiner Karriere gewonnen hat. Chris Froome war der letzte Fahrer, dem dies 2018 gelang. Tadej Pogacar, der bisherige Superstar des Radsports, fehlt hierfür noch der Triumph bei der Vuelta.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 4209 Aufwärtsmeter und fünf Bergwertungen, darunter drei der 1. Kategorie, prägten die 133 Kilometer lange Etappe. Eulálio, der zuvor das Rosa Trikot trug, musste sich geschlagen geben und verlor knapp drei Minuten auf den neuen Führenden. Im Gesamtklassement liegt er nun 2:26 Minuten hinter Vingegaard auf Platz zwei, Gall folgt mit einem Rückstand von 2:50 Minuten.

Am Sonntag steht die 15. Etappe über 157 Kilometer nach Mailand an, die den Sprintern eine letzte Chance bietet. Doch die eigentliche Entscheidung wird in der letzten Woche fallen, wenn die Rundfahrt in die Dolomiten aufbricht und die Fahrer mit noch anspruchsvolleren Etappen auf die Probe gestellt werden. Die Frage ist nicht, ob Vingegaard den Gesamtsieg erringen wird, sondern wie deutlich er ihn einfahren wird.