Villarreal plantiert sturm auf defensiven mittelfeld-motor für champions-league-comeback
Das Gelbe U-Boot schmiedet schon den Angriff auf die Königsklasse – und hat dabei ein Problem: Die Drehkreise im Zentrum drohen zu kippen. Mit Abgängen von Dani Parejo und Thomas Partey plus offener Zukunft von Pape Gueye fehlt mindestens ein Sechser, besser zwei. Die sportliche Leitung will keine Lücke riskieren, Liga und Europa gleichzeitig stabil halten, ohne die Akademie zu überfordern. Erste Spur: Luis Milla.
Getafe fordert sechs millionen – al-nassr schlägt dreifach zu
Der 31-jährige Regisseur der Azulones trug 37 Liga-Parteien durch, erzielte ein Tor, legte zehn auf und führte Getafe zurück in den internationalen Wettbewerb. Sein Pass kommt flach und präzise, Standardsituationen sind seine Visitenkarte. Doch der Preis brennt: Getafe verlangt sechs Millionen Euro, ein Schnäppchen sieht anders aus. Como, Betis, Olympiacos und vor allem Al-Nassr buhlen, der saudische Klub verdreifacht Villarreals Gehaltsobergrenze. Geschäftsführer Roig Neguerolea muss entscheiden, ob er das Budget sprengt oder weiter pirscht.

Antonio blanco führt laliga in balleroberungen – 15-millionen-klausel lockert sich
Die Alternative heißt Antonio Blanco, 25, Real-Madrid-Absolvent, seit drei Jahren Herzstück des Alavés. 55 Interceptions – keiner in Spaniens Oberhaus sticht mehr Bälle. Zwei Tore, drei Vorlagen, 3.117 Minuten in einer Abstiegs-Geisterbahn. Seine Klausel: 15 Millionen, nach nur noch einem Vertragsjahr dürfte sich der Preis auf neun bis zehn senken. Der Andalusier trägt inzwischen die Kapitänsbinde, Vitoria will ihn nicht gehen lassen. Villarreal testet, wie viel Sanctioned-Rabatt drin ist.

Guido rodríguez: der parejo-case wiederholt sich
Die dritte Variante ist ein Transfer-Traum, der schon einmal funktionierte. 2020 schnappte der Klub Dani Parejo vom abstiegsbedrohten Valencia – damals 31, vermeintlich „verbraucht“, lief danach 210 Pflichtspiele für das Gelbe U-Boot. Nun steht Guido Rodríguez bei den Chés vor dem Aus. Der Argentinier kam im Winter, schoss vier Tore in vier Monaten und stabilisierte ein zuvor wackeliges Mittelfeld. Vertrag läuft aus, Gehaltsforderungen übersteigen Valencias Etat. Villarreal wartet auf die Null-Ablöse-Chance, weiß, dass Erfahrung in der Champions League Gold wert ist.
Weitere Namen kursieren intern: erfahrene Sechser aus Serie A und Premier League, die ein Projekt mit garantierter Startelf-Perspektive suchen. Doch die Uhr tickt. Mitte Juli beginnt die Vorbereitung, und Trainer Marcelino will seine neue Doppel-Sechs testen. Wer zuerst unterschreibt, bestimmt, ob das U-Boot nächstes Jahr wieder tief in die K.o.-Phase taucht – oder auf halber Strecke Wasser kriegt.
