Viera schimpft: las palmas steckt in krise – auch die fans!

Ein lauter Aufschrei aus der Insel: Jonathan Viera, sonst eher der ruhige Kopf im Mittelfeld von Las Palmas, hat nach dem glücklichen 2:2 gegen den FC Zaragoza die messerscharfe Kritik an seiner Mannschaft und dem Publikum losgelassen. Die Stimmung im Stadion Gran Canaria war alles andere als feurig, und der Kapitän ließ seiner Enttäuschung freien Lauf.

Die kalte realität: fehlende leidenschaft auf dem platz

Die kalte realität: fehlende leidenschaft auf dem platz

Viera machte keine halben Sachen. Zunächst prangerte er das mangelnde Engagement und die fehlende Leidenschaft der eigenen Mannschaft an. „Ich habe das Gefühl, wir nehmen die Situation nicht ernst genug. Wir schätzen nicht, wo wir stehen und wo wir hin wollen“, so der erfahrene Mittelfeldspieler. Er erinnerte an andere Zeiten, in denen die Inselstimmung das Stadion in einen brodelnden Hexenkessel verwandelte, einen Ort, an dem die Spieler durch die Unterstützung der Fans Flügel wuchsen. „Früher war hier eine andere Energie, eine Einheit. Jetzt fehlt diese Wärme, diese Verbundenheit.“

Ein Appell an die Anhänger: Doch die Selbstkritik beschränkte sich nicht nur auf das Team. Viera richtete seine Worte auch direkt an die Fans. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die die Unterstützung des Publikums braucht. Wenn die Fans hinter uns stehen, sind wir zu Hause unschlagbar.“ Nur 21.085 Zuschauer hatten den Weg ins Stadion gefunden – eine enttäuschende Zahl für ein so wichtiges Spiel. Die fehlende Atmosphäre wirkte sich spürbar negativ auf die Leistung der Mannschaft aus.

Die Silpfeleien, die während des Spiels zu hören waren, besonders als Zaragoza ausglich, trafen Viera ebenfalls. „Wenn jemand gepfiffen werden muss, dann lasst es mich sein. Aber die Jungs müssen unterstützt werden“, betonte er. Er machte deutlich, dass die Spieler die Hilfe des Publikums benötigen, um sich in schwierigen Situationen zu behaupten.

Es ist ein doppelter Appell: An die Mannschaft, mehr Leidenschaft zu zeigen, und an die Fans, die Inselstimmung zurückzubringen. Der Verein selbst scheint ebenfalls aufgefordert, aktiv zu werden, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen. Nur so kann Las Palmas seine Ambitionen erfüllen und den Aufstiegskampf erfolgreich bestreiten. Die Worte Vieras sind ein Weckruf – für alle Beteiligten.