Victoria kurz: deutschlands padel-pionierin denkt schon weiter!
Victoria Kurz, Deutschlands beste Padelspielerin, blickt weit über ihre aktuelle Position hinaus. Im neuen Podcast „Sportschau F – Inspirierende Frauen aus dem Sport“ spricht sie offen über ihre Karriere, die Herausforderungen im Padel-Sport und ihre Vision für die Zukunft.
Vom tennis zum „tennis in cool“
Die Reise von Victoria Kurz ist alles andere als geradlinig. Nach einer vielversprechenden Tenniskarriere, die durch Verletzungen abrupt gestoppt wurde, fand sie im Padel eine neue sportliche Leidenschaft. „Für mich ist Padel einfach Tennis in cool“, erklärt sie und beschreibt die lockere Atmosphäre und die Nähe zum Publikum, die sie im Vergleich zum Tennis schätzen lernt. Die Mischung aus Tennis und Squash, gespielt in einem gläsernen Spielfeld, entfachte in ihr „ein neues Feuer“.

Die schattenseiten des leistungssports
Kurz scheut sich nicht, über die schwierigen Phasen ihrer Karriere zu sprechen. Die intensiven Trainingsbedingungen am US-College, die Verletzungen und der damit verbundene Druck haben sie geprägt. „Heute würde ich manche Entscheidungen anders treffen“, gibt sie ehrlich zu. Diese Erfahrungen haben ihr jedoch auch gezeigt, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben und die eigenen Grenzen zu überwinden.

Padel in deutschland: ein entwicklungsland
Obwohl der Padel-Sport in Deutschland immer beliebter wird – rund 250.000 Menschen schätzen den Sport bereits – sieht sich Kurz mit Herausforderungen konfrontiert. „Deutschland ist ein Padel-Entwicklungsland“, sagt sie und betont den Mangel an Trainingsstrukturen, erfahrenen Trainern und internationaler Konkurrenz. Um auf höchstem Niveau mithalten zu können, trainiert sie daher hauptsächlich im spanischen Barcelona, wo der Sport professioneller organisiert ist.

Mehr als nur titel: die vision einer pionierin
Für Victoria Kurz geht es jedoch um mehr als nur um sportliche Erfolge. Sie sieht sich als Wegbereiterin für junge Spielerinnen und setzt sich für bessere Strukturen und mehr Sichtbarkeit des Padel-Sports in Deutschland ein. Ihr erklärtes Ziel: In einigen Jahren nicht mehr die Nummer Eins zu sein. „Ich wünsche mir, dass ich in ein paar Jahren nicht mehr die Nummer eins bin. Dann haben wir es richtig gemacht“, betont sie. Denn das würde bedeuten, dass die nächste Generation bereit ist, ihren Platz einzunehmen und den Padel-Sport in Deutschland weiter voranzutreiben.
