Vicario-transfer: inters london-trip liefert erste handshake-zahlung

30 Millionen für 30 Jahre: Piero Ausilio flog heimlich nach London, um Guglielmo Vicario abzuholen – und kam mit mehr zurück als nur einer Visitenkarte.

Warum vicario inters wunschtormann nummer eins ist

Der italienische Nationaltorhüter wird im Oktober 30, sein Vertrag in Tottenham läuft noch bis 2028, doch die Spurs stehen vor einem Umbruch. Igor Tudor soll die drohende Abstiegsblamage verhindern, Vicario hingegen sucht das verlorene Selbstvertrauen – und findet es vielleicht zurück im Trikot des Meisters von 2021. Inter braucht einen Schlussmann, der sofort funktioniert: Yann Sommer wird 36, De Vrij und Acerbi drohen als ablösefreie Abgänge, Milan Skriniar ist längst in Paris. Die Lösung muss günstig, erfahren und kampfbereit sein.

Der Preis: maximal 20 Millionen Euro, inklusive leicht erreichbarer Bonuszahlungen. Kein Schnäppchen, aber ein Kalkül. Vicario kennt die Serie A aus 102 Partien für Empoli, spricht die Sprache der Verteidiger und ist es gewohnt, hinter einer unsicheren Abwehr zu stehen. Cristian Chivu schätzt ihn schon seit der Toskana-Zeit, Marotta lobt das Verhältnis von Leistung zu Ablöse. Alternative Elia Caprile würde mindestens 25 Millionen kosten, Andriy Lunin verlangt nach einer Startelf-Garantie, die Inter nicht geben kann.

Was in der tottenham-hospitality wirklich passierte

Was in der tottenham-hospitality wirklich passierte

Ausilio saß nicht einfach nur auf der Tribüne. Neben ihm: Berater-Legende Gabriele Giuffrida, Mann mit direkter Leitung zu Vicario. Zwischen Halbzeittee und Nachspielzeitanalyse ging es um konkrete Zahlen: 15 Millionen plus fünf durch Prämien, keine Gegenangebote, kein Gehaltssprung. Vicario selbst hat laut internen Berichten bereits zugesagt, sollte Inter anrufen. Die Spurs wiederum signalisierten Bereitschaft, wenn der Spieler den Weg freimacht – und das tut er. Sein Berater zog sich kurz nach dem Abpfiff zurück, um die Reise nach Mailand vorzubereiten. Faktisch steht ein Prinzip-Deal, nur die Unterschrift fehlt.

Doch Ausilio nutzte den London-Termin für mehr. José Giménez, Kapitän Uruguays, steht vor dem Aus bei Atletico; ein Abwehrchef mit 13 Jahren Europapokal-Erfahrung könnte für null Ablöse kommen. Leon Goretzka, 31, wurde allen Top-Clubs Italiens offeriert – auch Inter lauschte. Beide Deals sind Fernziele, aber sie zeigen: Die Nerazzurri planen groß, auch wenn das Budget klein ist.

Die Uhr tickt. Vicario will vor der EURO 2024 wieder Ersttorhüter sein, Inter braucht Ruhe zwischen den Pfosten. Wenn die nächste Woche kein Papier flattert, fliegt Ausilio erneut – diesmal mit Vertrag im Gepäck. Denn eins ist klar: Wer zuerst unterschreibt, bestimmt den Rhythmus der Sommer-Transferorgie. Und Inter will wieder den Takt vorgeben.