Vfl gummersbach: dujshebaev, köster-abschied und die vision für die zukunft
- Ein weltstar für gummersbach: die verpflichtung von alex dujshebaev
- Die vision hinter der verpflichtung
- Dujshebaevs rolle im team und die kapitänsfrage
- Saisonfazit: positiver trend trotz konstanzenproblemen
- Wirtschaftliche entwicklung und die finanzierung von dujshebaev
- Der abschied von julian köster
- Transfergerüchte und die nachwuchsarbeit
- Ziele für die zukunft: kontinuierliche entwicklung
- Die hallensituation: ein begrenzender faktor
Ein weltstar für gummersbach: die verpflichtung von alex dujshebaev
Christoph Schindler, Geschäftsführer des VfL Gummersbach, sprach mit handball-world über die überraschende Verpflichtung von Alex Dujshebaev. "Wir wussten, dass es viele Interessenten für einen Spieler seiner Klasse gibt", so Schindler. Ausschlaggebend war die Präsentation einer klaren Vision: "Wir haben Alex aufgezeigt, wohin wir mit dem VfL wollen und welche Rolle er dabei spielen kann." Es sei ein Projekt, das für einen erfahrenen Spieler, der bereits viel im Vereins- und Nationalmannschaftshandball erreicht hat, spannend sei.

Die vision hinter der verpflichtung
"Wir sind zufrieden mit dem Status quo, aber wir wollen mehr", betont Schindler. Die Ziele sind klar: Teilnahme an der Champions League und das Gewinnen von Titeln. Allerdings reiche es nicht, nur darüber zu reden. Es gelte, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, was seit Jahren seine Aufgabe sei: den kontinuierlichen Aufbau von Strukturen, die den nächsten Entwicklungsschritt ermöglichen. Das Wachstum soll nachhaltig sein, ohne unrealistische Erwartungen zu wecken.

Dujshebaevs rolle im team und die kapitänsfrage
Ob Alex Dujshebaev eine Führungsrolle im Team übernehmen und eventuell das Kapitänsamt übernehmen wird, soll sich in der Vorbereitung zeigen. Schindler betont, dass man nicht einfach nur einen "Julian Köster zwei" präsentieren wolle. Die Lücke, die Köster hinterlässt, soll gemeinsam geschlossen und das Team insgesamt weiterentwickelt werden. Dujshebaev soll seine Erfahrung einbringen, aber auch andere Spieler wie Kay Smits und Ellidi Vidarsson verfügen über internationale Erfahrung.

Saisonfazit: positiver trend trotz konstanzenproblemen
Das bisherige Saisonergebnis bewertet Schindler grundsätzlich positiv. Auf Platz sechs zur Winterpause zu stehen, sei angesichts der Ausgangslage ein Erfolg. Die Mannschaft habe sich zum Ziel gesetzt, gegen Spitzenmannschaften besser zu spielen und mehr Punkte zu holen, was gelungen sei. Allerdings habe es auch Spiele gegeben, in denen die Konstanz gefehlt habe, wie gegen den Bergischen HC oder in Hamburg. Dies soll in der Rückrunde verbessert werden.

Wirtschaftliche entwicklung und die finanzierung von dujshebaev
Auch wirtschaftlich entwickelt sich der VfL Gummersbach gut. Das Fundament sei stabil, und die Partnerschaften wurden sowohl in der Breite als auch in der Tiefe ausgebaut. Die Verpflichtung von Dujshebaev wurde durch die eigenen Einnahmen finanziert. Da die Halle regelmäßig ausverkauft ist, sei das Wachstumspotenzial im Ticketing begrenzt. Daher seien Partnerschaften mit Unternehmen und Sponsoring die wichtigste Einnahmequelle.

Der abschied von julian köster
Der Abgang von Julian Köster zum THW Kiel ist ein großer Verlust. Schindler beschreibt Köster als einen außergewöhnlichen deutschen Handballspieler, der sportliche Qualitäten vereint, die sonst kein Spieler besitzt. Er sei ein Führungsspieler gewesen und stehe sinnbildlich für den Aufschwung des VfL. Es sei jedoch wichtig, dass andere Spieler nachrücken und sich entwickeln.

Transfergerüchte und die nachwuchsarbeit
Zu Gerüchten über das Interesse an Viktor Hallgrímsson vom FC Barcelona äußerte sich Schindler zurückhaltend. Aktuell habe man zwei Torhüter, und man werde sich bei Bedarf mit Alternativen beschäftigen. Die Nachwuchsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie. Die Handball-Akademie wird weiter ausgebaut, mit dem Ziel, Bundesligaspieler zu entwickeln. Die Integration junger Spieler in die Bundesliga werde jedoch immer schwieriger, weshalb man verstärkt auf Leihgeschäfte setzt.
Ziele für die zukunft: kontinuierliche entwicklung
Für die Saison 2026/27 sei es wichtig, die Saison konstant zu Ende zu spielen. Wenn man sich für Europa qualifizieren kann, wolle man dies auch am Saisonende erreichen. Langfristig richte man sich nicht nach einzelnen Tabellenplätzen oder Titeln, sondern an der kontinuierlichen Entwicklung des Vereins. Der Traum von der deutschen Meisterschaft oder der Teilnahme an der Champions League bleibe bestehen, müsse aber durch harte Arbeit und realistische Ziele untermauert werden.
Die hallensituation: ein begrenzender faktor
Die Schwalbe Arena mit ihren 4132 Zuschauern sei im Vergleich zu anderen Bundesliga-Hallen klein. Dies schränke die Möglichkeiten im Ticketing ein. Ein Ausbau der Arena sei statisch schwierig bis unmöglich. Kurzfristig werde sich an der Situation nichts ändern. Ein Highlight-Spiel in der Lanxess Arena in Köln sei eine mögliche Lösung, aber keine dauerhafte.
