Vfc plauen: aufholjagd im gange – kann der regionalliga-absteiger überraschen?

Der VFC Plauen hat in der Oberliga NOFV-Süd für Furore gesorgt. Nach dem Sieg über den Spitzenreiter Freital und dem anschließenden Erfolg gegen Stahnsdorf scheint die Mannschaft von Norman Zschach den Titelkampf ernst zu nehmen – und das, obwohl viele den Absteiger aus der Regionalliga schon abgeschrieben hatten.

Ein neuer wind weht in plauen

Die Osterwochenenden waren für den VFC Plauen ein voller Erfolg. Zunächst wurde der SC Freital mit 1:0 bezwungen, und vier Tage später folgte der knappe 2:1-Sieg gegen RSV Eintracht Stahnsdorf, der die erste Saisonniederlage für den neuen Tabellenführer bedeutete. „Es pusht und motiviert die Mannschaft, wenn man sieht, dass man jetzt der Jäger ist“, so Trainer Norman Zschach.

Zschachs Bilanz als Trainer des VFC ist beeindruckend: Fünf Punktspiele am Stück wurden gewonnen, und aus sechs Spielen wurden 16 Punkte geholt – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht. Auch wenn der VFC mit 40 Punkten aktuell nur den vierten Platz belegt, hat der Absteiger enorm aufgeholt und verfügt über drei Spiele mehr als Stahnsdorf und zwei mehr als Freital und Halberstadt. Die Tabelle lügt nicht, aber sie erzählt noch keine ganze Geschichte.

Auswärtsspiele vor der herausforderung

Auswärtsspiele vor der herausforderung

Die kommenden Aufgaben stehen vor einer echten Herausforderung. Drei Auswärtsspiele in Glauchau, Bautzen und Grimma innerhalb von nur sieben Tagen warten auf die Vogtländer. „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, aber wir heben da auch den Finger“, betont Zschach. „Das A und O ist, dass alle Spieler auf dem Boden bleiben und gezielt von Spiel zu Spiel gehen, um 110 Prozent Leistung abzuliefern.“

Besonders hervorzuheben ist der Treffsicherste der Plauener, Tyron Profis, der mit zehn Saisontoren bereits zwei wichtige Spitzenspiele mit einem verwandelten Elfmeter entschieden hat. Seine Konstanz ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Mannschaft.

Doch nicht nur die individuelle Klasse einzelner Spieler trägt zum Erfolg bei. Ein neuer Mannschaftsgeist scheint den VFC zu beflügeln. Nach einer durchwachsenen Hinrunde und einer wichtigen Pause im Winter wurde der Fokus auf das Zusammenspiel und den Spaß am Fußball gelegt. Mannschaftsabende und trainingsbezogene Aktivitäten förderten den Teamgeist und scheinen nun Früchte zu tragen.

Zschach zeigt sich zudem als taktisch flexibel. Die Erkenntnis, dass eine Viererkette gegen spielstarke Gegner zu Kontersituationen und einfachen Gegentoren führte, veranlasste ihn, gegen Freital auf eine 3-5-2-Formation umzustellen. Die Spieler sollen Entscheidungen treffen können, das ist ihm wichtig.

Die Aufholjagd des VFC Plauen ist beeindruckend und zeigt, dass im Fußball alles möglich ist. Ob der Absteiger tatsächlich noch den Titel holen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Mannschaft von Norman Zschach hat sich in der Oberliga NOFV-Süd einen Namen gemacht und wird den anderen Spitzenteams das Leben schwer machen.