Vfb stuttgart trifft auf celtic glasgow: ein traditionsduell mit turbulenzen
Ein wiedersehen nach 23 jahren
Nach langer Wartezeit trifft
der VfB Stuttgart am Donnerstag (19.02.26, 21 Uhr live im Audiostream) in den Playoffs der Europa League auf Celtic Glasgow. Es ist das erste Aufeinandertreffen seit 2003, und die Schwaben kehren nach 13 Jahren wieder in eine K.o.-Runde eines europäischen Wettbewerbs zurück. Ein Duell zweier Traditionsvereine, die beide aktuell mit Herausforderungen zu kämpfen haben.
Celtic glasgow: ein verein mit geschichte und leidenschaft
Celtic Glasgow ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Vereine Schottlands. Gegründet 1887 von irischen Priestern, steht der Verein für eine tiefe Verwurzelung in der irischen Kultur und eine leidenschaftliche Fangemeinde. Das legendäre Celtic Park, liebevoll „Paradise“ genannt, ist bekannt für seine einzigartige Atmosphäre. Die Fans von Celtic sind berühmt für ihre Treue und ihre beeindruckenden Choreografien.

Turbulente saison für die „bhoys“
Sportlich läuft es für Celtic aktuell alles andere als rund. Nach dem Weggang von Brendan Rodgers Ende Oktober 2025 und einer kurzen Interimslösung durch Martin O’Neill, wurde Wilfried Nancy nach nur 33 Tagen und einer Derbyniederlage gegen die Glasgow Rangers entlassen. Seit Anfang 2026 ist Martin O’Neill erneut Trainer und hat das Team in den letzten zehn Spielen ungeschlagen gelassen. Die Generalprobe für das Spiel gegen Stuttgart gewannen sie zwar mit 3:2 gegen Kilmarnock, stehen aber nur auf Platz drei der schottischen Liga.

Andreas hinkel: ein experte mit vfb-vergangenheit
Andreas Hinkel, ehemaliger VfB-Spieler und selbst von 2008 bis 2011 für Celtic aktiv, beschreibt die Atmosphäre im Celtic Park als unbeschreiblich. „Selbst erfahrene Spieler wie Zvonimir Soldo oder Krassimir Balakov haben mir gesagt, dass sie sowas noch nicht erlebt haben“, so Hinkel im Interview mit dem SWR. Er betont die besondere Bedeutung dieses Duells und die einzigartige Energie, die von den Fans ausgeht.
Das letzte duell: eine bittere erinnerung
Das letzte Mal, dass der VfB Stuttgart gegen Celtic Glasgow spielte, war im Februar 2003 im Achtelfinale des UEFA-Cups. Die „jungen Wilden“ unter Trainer Felix Magath verloren in Glasgow mit 1:3. Das Rückspiel in Stuttgart endete zwar mit einem 3:2-Sieg, doch es reichte nicht zum Weiterkommen. Celtic zog später ins Finale des Wettbewerbs ein.
Der aktuelle kader und schlüsselspieler
Im Kader von Celtic sticht Torhüter Kasper Schmeichel hervor, der seit 2024 für die „Bhoys“ spielt. Auch Alex Oxlade-Chamberlain, der Anfang Februar wechselte, ist eine wichtige Figur. Mit Junior Adamu, Arne Engels und Tomas Cvancara stehen drei ehemalige Bundesligaspieler im Team. Top-Torschütze ist der Schwede Benjamin Nygren mit zwölf Treffern.
Die ausgangslage und erwartungen
Die Playoffs gegen Celtic Glasgow stellen für den VfB Stuttgart eine große Herausforderung dar. Das Team muss sich auf eine leidenschaftliche Atmosphäre und einen starken Gegner einstellen. Mit einer guten Leistung und taktischer Disziplin können die Schwaben jedoch durchaus eine Chance auf den Einzug in die nächste Runde haben. Der Fokus liegt auf einem soliden Defensivverhalten und der Nutzung von Konterchancen.