Vespa feiert 80. geburtstag: hollywood-star auf zwei rädern!

Rom, Italien – 80 Jahre Vespa! Das ikonische Rollermodell feiert ein beachtliches Jubiläum, und seine Geschichte ist untrennbar mit der Filmwelt verwoben. Von Audrey Hepburn über Matt Damon bis hin zu Ben Stiller – die Vespa hat in zahlreichen Hollywood-Produktionen eine Rolle gespielt und sich dabei als Symbol für italienischen Stil, Freiheit und Lebenslust etabliert.

Ein filmstar in den 50ern: „roman holiday“

Der Ursprung dieser Verbindung liegt in den 1950er Jahren, als die Vespa in Billy Wylers Klassiker „Roman Holiday“ (1953) glänzte. Audrey Hepburn und Gregory Peck schlüpften in den ikonischen Filmkulissen Roms auf eine Vespa, und das Bild der beiden, wie sie durch die Ewige Stadt fahren, wurde zu einem der bekanntesten und meistgenutzten Bilder des Kinos. Die Vespa V30T mit ihrem charakteristischen Scheinwerfer am Kotflügel (das sogenannte „Farobasso“) wurde daraufhin von Piaggio in Serie produziert. Die Vespa war nicht mehr nur ein Transportmittel, sondern ein Kultobjekt – ein Spiegelbild der italienischen Nachkriegszeit, geprägt von Optimismus und dem Wunsch nach Veränderung.

Von „american graffiti“ bis „zoolander 2“: die vespa erobert die welt

Von „american graffiti“ bis „zoolander 2“: die vespa erobert die welt

Doch die Geschichte der Vespa im Kino geht weit über „Roman Holiday“ hinaus. In George Lucas‘ Kultfilm „American Graffiti“ (1973) führte die Vespa die Zuschauer durch die pulsierenden Straßen der 1960er Jahre. Jude Law sauste in „The Talented Mr. Ripley“ (1999) auf einer GS 160 durch die italienische Landschaft, und Julia Roberts ließ sich in „Larry Crowne“ (2011) von Tom Hanks durch Los Angeles fahren – auf einer Vespa, versteht sich. Sogar die Animationswelt wurde von der Vespa erobert: In Pixar’s „Luca“ (2021) wird der Scooter zum begehrten Objekt der Hauptfiguren.

Italienische kinogeschichte: mehr als nur ein statisten-auftritt

Italienische kinogeschichte: mehr als nur ein statisten-auftritt

Auch im italienischen Kino hat die Vespa eine bedeutende Rolle gespielt. In Filmen wie „Poveri ma belli“ (1957) und Federico Fellinis „La Dolce Vita“ (1960) verkörperte sie die Mobilität einer neuen Generation, die sich nach Freiheit und Unabhängigkeit sehnte. Regisseure wie Dino Risi nutzten die Vespa, um das Bild einer sich wandelnden Italien zu zeichnen, ein Land zwischen Tradition und Moderne. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung der Vespa in Nanni Morettis „Caro diario“ (1993), in dem das Rollermodell zu einem stillen Begleiter und Beobachter der römischen Alltagswelt wird.

Die Vespa ist mehr als nur ein Fahrzeug. Sie ist ein Stück italienische Geschichte, ein Symbol für Lebensfreude und ein fester Bestandteil der Filmwelt. Und mit ihrem 80. Geburtstag beweist sie, dass ihre Reise noch lange nicht zu Ende ist.