Verstappen-kritik befeuert formel-e-boom: dodds schlägt zurück!
Max Verstappen hat mit seiner Einschätzung zur Formel 1 für Aufsehen gesorgt – und ungewollt einem anderen Rennsport einen enormen Schub verpasst. Der vierfache Weltmeister bezeichnete die neuen Antriebsregeln als „Formel E auf Steroiden“, was zu einem spürbaren Anstieg des Interesses an der Elektro-Rennserie geführt hat. Aber was steckt wirklich hinter Verstappens Worten und wie profitiert die Formel E davon?
Der elektro-anteil explodiert – und verstappen ist überrascht
Die Formel 1 hat sich verändert. Einst dominierten Verbrennungsmotoren mit 800-850 PS, während der Elektro-Antrieb mit 160 PS kaum eine Rolle spielte. Jetzt teilt sich die Leistung fast gleichmäßig auf: 350 kW (ca. 450 PS) für den Verbrenner und 350 kW (ca. 450 PS) für den Elektro-Antrieb. Das bedeutet eine mehr als Verdopplung des Elektro-Anteils. Doch die Batteriekapazität kann mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten, was zu einem ständigen Energiemanagement führt – ein Fakt, der Verstappen an die Formel E erinnert.
Jeff Dodds, der Boss der Formel E, nimmt Verstappens Äußerungen jedoch nicht übel. Im Gegenteil: „An dem Wochenende, als Max über uns sprach, haben sich viele Leute eingeloggt, um unsere Videos anzusehen, unsere Rennen zu verfolgen und die Meisterschaft besser zu verstehen“, so Dodds gegenüber dem Sports Business Journal. Seit Jahresbeginn konnte die Formel E sogar über 50.000 neue Follower auf ihren Social-Media-Kanälen gewinnen – ein bemerkenswerter Erfolg.
Dodds betonte außerdem, dass Verstappens Worte dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung der Elektrifizierung im Motorsport zu schärfen. „Wenn eines der Ausnahmetalente einer Generation in einem Sport – und Max ist eines davon – spricht und beschließt, dich als Vergleich heranzuziehen, kann das nicht schlecht für den Sport sein“, erklärte er.

„Ein koloss überrollt dich“: verstappen prophezeit rennstil-revolution
Verstappen beschrieb die Beschleunigung in den neuen Formel-1-Boliden als „unvergleichlich“, als würde „ein Koloss von hinten einen überrollen“. Er erwartet, dass die 600 kW Leistung, sobald sie auf der Strecke entfesselt sind, einen Rennstil hervorbringen werden, der ihm gefallen könnte. Dodds geht sogar so weit, dass er Max Verstappen persönlich eine Nachricht schickte und andeutet, dass der Rennstil der sich weiterentwickelnden Formel E zunehmend seinem Geschmack entsprechen könnte. Ob wir Verstappen eines Tages in einem Formel-E-Auto sehen werden? Das bleibt abzuwarten.
Die Formel E profitiert also nicht nur von der medialen Aufmerksamkeit, sondern auch von der potenziellen Neuorientierung im Rennsport. Verstappens Einschätzung, so schmerzhaft sie für die Formel 1 sein mag, könnte den Weg für eine elektrisierende Zukunft im Motorsport ebnen.
