Verstappen überflügelt die nordschleife: vier-stunden-sieg vor 24-stunden-traum

Max Verstappen trat am Samstag nur zum „Training“ an, verpasste der Nordschleife aber mal wieder eine Lektion. Der viermalige Formel-1-Weltmeister fuhr nach 165 Runden und vier Stunden als Erster über die Ziellinie – und ließ dabei selbst gestandene Langstrecken-Profis wie Christopher Haase oder Dan Harper alt aussehen.

Der Red-Bull-Pilot teilte sich den Mercedes-AMG GT3 mit Daniel Juncadella und Jules Gounon, sicherte sich im Qualifying die Pole-Position und wehrte nach dem Start zunächst souverän alle Angriffe ab. Auf der Döttinger Höhe schlüpfte Haase im Audi R8 LMS allerdings in den Windschatten, schoss vorbei und diktierte kurz das Tempo. Verstappen musste mehr als 60 Minuten hinter dem Audi her fahren, fand im dichten Verkehr der kleineren Klassen kein Durchkommen. Als Juncadella das Steuer übernahm, klappte der Überholversuch – und die Verfolgung ging weiter.

Strafen, blech und ein entscheidender zweiter stint

Strafen, blech und ein entscheidender zweiter stint

Die Führung wechselte mehrmals. Dan Harper drückte im BMW auf Platz zwei, rutschte bei einem Überholmanöver über einen Porsche-Cayman, kassierte eine Longlap-Strafe und fiel zurück. Verstappen kehrte in der letzten Stunde zurück auf die Strecke, baute die Lücke auf eine Minute aus und verwaltete das Rennen souverän nach Hause.

„Die Nordschleife ist einfach verrückt – auf eine gute Art“, sagte er nach dem Rennen. „Ich habe mich sofort wohl gefühlt, das Auto war perfekt ausbalanciert.“ Die Euphorie ist berechtigt: Bereits im vergangenen September hatte er seinen GT3-Einstand auf der ‚Grünen Hölle‘ gewonnen, nun folgt der nächste Schritt.

Am 14. und 15. Mai will Verstappen erstmals an den 24 Stunden teilnehmen. „Das steht seit Jahren auf meiner Liste“, gibt er zu. Die Vorbereitung läuft – und nach dem jüngsten Sieg dürfte niemand auf der Nordschleife ihn unterschätzen.