Verstappen kritisiert neues formel-1-reglement scharf – norris kontert
Verstappen kritisiert neues formel-1-reglement scharf – norris kontert
Max Verstappen, der viermalige Formel-1-Weltmeister, hat das neue Reglement für die kommende Saison scharf kritisiert. Drei Wochen vor dem Saisonstart in Australien äußerte der Red-Bull-Pilot seine Unzufriedenheit und verglich die neuen Vorschriften sogar mit einer „Formel E auf Steroiden“. Seine Aussagen lösten eine Diskussion in der Fahrerlager aus, auf die auch sein WM-Konkurrent Lando Norris reagierte.
Verstappens kritik: weniger fahrspaß
In einer Medienrunde am Rande der Testfahrten in Bahrain beklagte sich Verstappen, dass sich die Formel 1 nicht mehr so anfühlt, wie er es gewohnt ist. Er bemängelte, dass die neuen Motoren und das Chassis den Fahrspaß beeinträchtigen. „Es fühlt sich nicht mehr wie Formel 1 an, eher wie Formel E auf Steroiden“, sagte er. Er betonte, dass vieles, was man als Fahrer macht, massive Auswirkungen auf die Energieverwaltung hat.

Koketterie mit dem rücktritt?
Verstappen ging sogar so weit, in einem Interview mit Sky mit einem vorzeitigen Rücktritt aus der Formel 1 zu kokettieren. Er argumentierte, dass das neue Reglement keinen Anreiz biete, noch lange weiterzumachen. „Wenn das Fahren keinen Spaß mehr macht, denkt man über Alternativen nach“, sagte er und fügte hinzu, dass es viele andere spannende Dinge gäbe, die man machen könnte, wenn man bereits alles gewonnen hat.

Norris' konter: realitätssinn ist wichtig
Lando Norris, sein WM-Konkurrent und Freund, widersprach Verstappens Kritik. Er betonte, dass sich die Formel 1 ständig verändert und dass es Phasen gibt, in denen das Fahren mehr oder weniger Spaß macht. „Wir bekommen eine lächerlich hohe Summe Geld für unseren Job, also kann man sich am Ende des Tages eigentlich nicht wirklich beschweren“, sagte der McLaren-Pilot. Er fügte hinzu, dass jeder Fahrer die Möglichkeit habe, sich etwas anderes zu suchen, wenn er unzufrieden ist.
Testfahrten in bahrain: mercedes an der spitze
Die ersten dreitägigen Testfahrten in Bahrain endeten am Freitag. Mercedes zeigte dabei eine starke Leistung und fuhr die schnellsten Rundenzeiten. Kimi Antonelli stellte mit einer Zeit von 1:33,669 Minuten die Bestzeit auf, gefolgt von seinem Teamkollegen George Russell. Nur Mercedes schaffte es, die Marke von 1:34,00 Minuten zu unterschreiten.
Audi und aston martin: schwieriger start erwartet
Nico Hülkenberg sammelte für Audi wichtige Daten, auch wenn das neue Werksteam mit einem schwierigen Start rechnen muss. Audi wirkte jedoch stabiler als die Neulinge Cadillac und das Team Aston Martin. Hülkenberg landete auf Platz 10, sein Teamkollege Gabriel Bortoleto auf Platz 15.
Nächste testtage in bahrain
In der nächsten Woche stehen vom 18. bis 20. Februar weitere dreitägige Testfahrten in Bahrain auf dem Programm. Die Teams werden weiterhin an der Feinabstimmung ihrer Autos arbeiten, bevor es am 8. März in Australien zum Saisonauftakt geht. Es bleibt abzuwarten, ob die Kritik von Verstappen die Entwicklung des Reglements beeinflussen wird.
