Verstappen fliegt nach sieg raus: nürburgring-debakel wegen reifen-sünde
Max Verstappen jubelte, schwang den Pokal – und musste ihn Stunden später wieder abgeben. Der Red-Bull-Superstar gewann das Vier-Stunden-Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS), doch die Freude währte nur kurz. Sieben statt erlaubter sechs Reifensätze, ein technischer Bock, und das Trio rund den viermaligen Formel-1-Weltmeister war raus.
Der tag, an dem die nordschleife zurückschlug
Verstappen hatte sich mit Daniel Juncadella und Jules Gounon im Mercedes-AMG GT3 eingeschaltet. Das Qualifying lief wie ein Traum, er fuhr die schnellste Runde. Doch schon nach dem Start zeigte sich: Die Eifel ist kein Kavaliersdelikt. Christopher Haase saugte sich im Audi im Windschatten, zog auf der Döttinger Höhe vorbei – und Verstappen klebte hinter dem langsameren GT3-Feld fest, fand keinen Durchkommen.
Die Boxencrew rechnete falsch, montierte einen siebten Reifensatz. Die Kontrolleure rechneten richtig – und strichen den Sieg. Für Verstappen bleibt nur die Erkenntnis: „Die Nordschleife ist einer der verrücktesten Kurse der Welt – auf eine gute Art.“

Der große plan bleibt: 24 stunden im mai
Der Disqualifikation zum Trotz: Der Nürburgring ist für Verstappen kein Ausflug, sondern Leidenschaft. Bereits im September 2025 hatte er sein GT3-Debüt auf der 25-Kilometer-Schleife gewonnen. Nun peilt er das große Ziel an: die 24 Stunden vom 14. bis 15. Mai. „Das steht schon lange auf meiner Wunschliste“, sagt er. Dann will er nicht nur fahren, sondern auch gewinnen – und diesmal ohne Reifen-Skandal.
Die Formel 1 wartet inzwischen in Japan. Dort muss Verstappen am 29. März liefern, denn im Red Bull RB20 läuft es unter dem neuen Reglement nur hinterher. Die Nordschleife war Training, die Eifel ein Lehrstück. Die Lektion: Selbst ein Weltmeister kann an der Green Hell scheitern – wenn das Team die Rechnung nicht aufgeht.
