Verstappen droht mit formel-1-aus: „mental nicht machbar“

Montreal – Max Verstappen hat im Fahrerlager der Formel 1 erneut für Aufsehen gesorgt. Nach dem Qualifying zum Grand Prix von Kanada äußerte der niederländische Weltmeister Zweifel an seiner weiteren Zukunft in der Königsklasse, sollte sich die aktuelle Situation nicht ändern. Die Frage, was der Red-Bull-Pilot nach dieser Saison tun wird, beschäftigt die Teams und Fans gleichermaßen.

Schumacher: kein platz für verstappen bei mercedes

Schumacher: kein platz für verstappen bei mercedes

Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel Verstappens zu Mercedes sind seit längerem im Gange. Doch Experte Ralf Schumacher hält einen solchen Transfer für unwahrscheinlich. „Ich glaube, bei Mercedes wird kein Platz für ihn sein“, erklärte Schumacher bei Sky. „Warum sollte Toto Wolff Verstappen neben seinen Schützling Kimi Antonelli stellen? Da ist die Gefahr einfach zu groß.“ Schumacher sieht die Konstellation als zu riskant an, da Verstappen mit seiner Dominanz und seinem unberechenbaren Temperament das Teamgefüge stören könnte.

Verstappens Unzufriedenheit scheint tiefer zu liegen als nur die aktuellen Rennbedingungen. Er kritisierte bereits mehrfach die Regeln und äußerte nun, dass er die Saison mental nicht bewältigen könne, wenn sich nichts ändert. „Wenn es so bleibt wie jetzt, wird das nächste Jahr ein langes Jahr, und das will ich nicht“, so Verstappen. Seine Worte lassen auf eine zunehmende Frustration schließen, die über die üblichen Herausforderungen im Rennsport hinausgeht.

Die Kosten spielen ebenfalls eine Rolle bei der Frage nach Verstappens Zukunft. Schumacher betonte, dass auch andere Top-Teams wie McLaren und Ferrari aufgrund der hohen finanziellen Belastung zögern würden, den Niederländer zu verpflichten. McLaren könnte zwar theoretisch Interesse haben, doch die Frage ist, ob sie bereit sind, die erforderlichen Summen auf den Tisch zu legen. Ferrari ist hingegen an Lewis Hamilton interessiert, was die Möglichkeit eines Wechsels Verstappens zu den Roten weiter verkompliziert.

Die Verbindung zwischen Verstappen und Hamilton ist von einer intensiven Rivalität geprägt, insbesondere durch den umstrittenen WM-Kampf in der Saison 2021. Schumacher kann sich nicht vorstellen, dass die beiden als Teamkollegen zusammenarbeiten würden. „Daher lautet Schumachers Fazit: eher Red Bull.“

Verstappens Aussage gegenüber dem „Telegraaf“ vor dem Wochenende in Montreal, er würde „sicher“ bleiben, sofern „keine verrückten Dinge“ passieren, wirkt angesichts seiner jüngsten Äußerungen wie ein schwacher Trost. Die Zeichen stehen nicht eindeutig für einen Verbleib bei Red Bull, und die Formel 1 muss sich auf eine mögliche Zitterpartie einstellen. Die Frage ist nicht, ob Verstappen bleibt, sondern wann und unter welchen Bedingungen er seine Entscheidung treffen wird.