Verstappen droht formel-1-ende: «ich denke über alles nach»

Max Verstappen spricht, was die Königsklasse nicht hören will. Nach dem enttäuschenden achten Platz in Suzuka wirft der viermalige Weltmeister die Bombe: Ein Rückzug noch vor Vertragsende 2028 ist für ihn denkbar.

Der niederländer rechnet mit der hybrid-ära ab

«Ich habe keinen Spaß mehr», sagt Verstappen beim BBC-Radio-Interview. Die Worte klingen nicht wie eine Momentaufnahme, sondern wie eine Abrechnung. Der 26-Jährige kritisiert das Reglement, das ständige Batterie-Management, die Show-Überholmanöver, die nur funktionieren, wenn der Akku danach leer ist. «Du kannst überholen, aber dann wirst du sofort wieder überholt. Das ist die Geschichte des Tages.»

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sitzt in der Boxengasse, als Verstappens Satz durchs Funknetz geistert. Die Mechaniker verstummen. Ein Mechaniker schraubt langsamer. Alle wissen: Wenn Verstappen geht, bricht eine Ära zusammen.

Der Druck kommt nicht von außen, sondern von innen. Verstappen sagt, er sei privat «sehr glücklich». Doch das Rennkalender-Monster mit 22 Grand Prix pro Saison frisst Freundschaften, Familienzeit, Lebensfreude. «Lohnt es sich? Oder genieße ich es mehr, bei meiner Familie zu sein, meine Freunde öfter zu sehen?» Die Frage stellt sich nicht nur er, sie stellt sich dem gesamten Fahrerlager.

Vater jos bestätigt: motivation schwindet

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Bereits vor dem Japan-GP hatte Jos Verstappen der niederländischen «Telegraaf» gesagt, sein Sohn könne «die Motivation verlieren». Jetzt bestätigt Max, dass die Lust auf Hybrid-Geplänkel schwindet. «Ich kann problemlos akzeptieren, auf Platz sieben oder acht zu stehen. Aber wenn mir die ganze Formel dahinter keinen Spaß macht, fühlt sich das nicht natürlich an.»

Verstappens Vertrag läuft bis Ende 2028. Theoretisch. Praktisch könnte der nächste Winter die Entscheidung bringen. Die Formel 1 braucht ihren Superstar. Die Frage ist: Braucht er die Formel 1 noch?

Die Antwort liegt nicht in den Daten, sondern in seiner Stimme. Sie klingt müde. So müde, dass selbst ein Sieg in Imola nicht mehr heilen würde.