Verona-trainer zieht bittere bilanz: „wir hätten verdient gepunktet“

Der FC Hellas Verona verliert in Bergamo knapp mit 0:1, doch Coach Paolo Sammarco verlässt die Pressekonferenz mit klarem Auftrag: „Wir müssen genau so weiterkämpfen.“ Die Niederlage gegen Atalanta schmerzt – nicht wegen des Spiels, sondern wegen der verschenkten Chancen.

Sammarco sieht wende nach dem seitenwechsel

„Wir haben im ersten Durchgang zu viel gelitten“, gesteht Sammarco. „Aber nach der Pause haben wir das Tempo erhöht und Atalanta aus deren Komfortzone geholt.“ Taktisch schickte er Belghali ins Zentrum, ließ die Außenbahnen tauschen und zwang die Gastgeber in lange Bälle. Die Statistik gibt ihm recht: Zweikampfquote 52 %, fünf Torschüsse in der 2. Hälfte – mehr als die Lombarden.

Die Schuld am Treffer trägt laut Sammarco die gesamte Abwehr. „Wir waren einen Moment nicht kompakt, da hat Zapata die Lücke genutzt.“ Dennoch: „Der Punkt war drin, wenn Orban den Querpass verwandelt oder Bowie den Abpraller trifft.“

Suslov-ausfall droht

Suslov-ausfall droht

Die größte Sorge gilt Nikola Suslov. Der 20-jährige Angreifer musste mit muskulären Problemen ausgewechselt. „Er wächst mit jeder Woche, aber wir werden ihn schrittweise aufbauen müssen“, so Sammarco. Ohne seine Power droht im Abstiegskampf die nächste Lücke.

Verona bleibt auf Relegationsplatz 18, nur zwei Punkte trennen den Klub vom rettenden Ufer. „Die Tabelle lügt nicht“, sagt Sammarco, „aber sie lügt auch noch nicht über die Moral meiner Mannschaft.“

Am Sonntag kommt Empoli. Kein Endspiel, aber ein Spiel mit Endspiel-Charakter. Sammarco schließt mit einem Satz, der wie ein Gelübde klingt: „Wer jetzt nicht jeden Meter mitgeht, soll sich warm anziehen – die Tribüne ist kalt.“