Verona versinkt, genoa feiert geburtstag: vitinha schießt die rettung
Ein Traumtor zum Geburtstag, drei Punkte für das Überleben: Vitinha schlug mit einem Sahnehäubchen aus 30 Metern den Bogen zur Serie-B-Rückkehr des Hellas Verona und katapultierte den Genoa CFC auf Tuchfühlung zum Klassenerhalt.
Marc-André Krusenstern, unser Mann am Bentegodi, hörte das Tor noch nachhallen – und das Stöhnen der Gialloblù. Denn nach dem 0:2 (0:0) ist die Lage für Verona so düster wie das Märzgrau über Venetien: neun Zähler fehlen bis zur roten Zone, der Countdown läuft.
Der genesungsmoment kommt in der 61. minute
Daniele De Rossi hatte gerade Norton-Cuffy und Vitinha gebracht, da zückt der Portugiese innerhalb von 120 Sekunden den Hammer. Belghali rutscht, der Ball sitzt – drin. Das Stadion verstummt, außer in der kleinen blau-roten Ecke. „Das war keine Schuss, das war ein Statement“, sagte Genoa-Manager Andres Blázquez später. „Wir haben den Jungen nicht umsonst aus Braga geholt.“
Verona antwortet mit Hektik statt Konzept. Sammarcos Wechsel bringen nur heiße Luft, weil die Abwehr beim zweiten Gegentreffer erneut Luftlöcher hat. Leo Ostigard, eingewechselt für Standardqualität, köpft nach Martin-Flanke das 0:2 – sein fünfter Saisontreffer, der zwölfte Kopfball, den Verona kassiert. Statistik als Spiegel: Wer so oft per Kopf leckt, landet unten.

Der abstiegsrechner beginnt zu summen
Mit 33 Punkten schwebt Genoa neun Zähler über dem Strich und hat damit die Play-out-Farce vorerst abgeschüttelt. Für Verona bedeutet die Heimpleite Tabellenplatz 18 und die düstere Perspektive, schon im April den Bahnhof Richtung B zu stellen. „Wir haben versucht, mit Kampf zu kompensieren, was uns an Klasse fehlt“, gestand Sammarco. „Aber Kampf allein reicht in der Serie A nicht.“
Die Saison ist noch nicht gelaufen, doch der Duft von Serie B wird im Bentegodi immer stärker. Und Vitinha? Der feiert heute doppelt – mit 26 Jahren und mit einem Tor, das in Genua Geschichte schreibt. Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt
