Venezuela wirft usa raus – suárez schlägt den knaller im 9. inning
loanDepot Park explodierte. 36.190 Venezolaner schrien sich die Seele aus dem Leib, als Eugenio Suárez mit zwei Outs im letzten Inning die Linie zwischen Center und Right traf und two runs nach Hause jagte. 3-2, Titel für Venezuela, erste Goldmedaille im World Baseball Classic – und ein Schlag, der in Caracas für Feiertage sorgt.

Usa verliert zweite finale in folge
Die US-Boys hatten sich gerade über Bryce Harper’s 2-Run-Homer im achten Inning befreit und dachten an Extrarunden. Dann kam Garrett Whitlock zum Mound, verlor die Zone und kassierte den Walk, der Suárez als Helden auf die Bühne schickte. Manager Mark DeRosa schüttelte den Kopf: „Wir haben die richtigen Leute auf dem Hügel, aber Venezuela war heiß wie ein Brandherd.“
Lo que nadie cuenta: Die Spannung begann schon vor dem ersten Pitch. Trumps Tweet – Venezuela könnte „der 51. Staat“ werden – lag noch im Raum, als Interimspräsidentin Delcy Rodríguez per Dekret einen Nationalfeiertag ausrief. Die Zuschauer pfeiften bei der Aufstellung der US-Stars, jubelten aber, als José Altuve und Salvador Pérez ihre Caps küssten.
Die Statistik lügt nicht: Die USA haben 2017 zuletzt den Titel geholt, seitdem zwei Finals verloren und gegen lateinamerikanische Pitcher nur noch .219 geschlagen. Venezuela wird zur zweiten Nation aus der Region, die den Pokal holt – nach der Dominikanischen Republik 2013.
Suárez selbst wollte nicht vom Politikum reden. „Wir spielen für die Leute daheim, für die, die keine Stromrechnung bezahlen können“, sagte er und ließ sich von seinen Teamkollegen mit Flaggen zudecken. Dann griff er nach der Trophäe – und warf sie in die Menge. Miami klang wie Caracas. Keine Frage, wer heute Baseball regiert.
