Velázquez beendet ludogorezts' 17-jährige dominanz!
Ein Erdbeben erschüttert den bulgarischen Fußball: Julio Velázquez hat mit Levski Sofia eine Ära beendet, die so lange wie kaum eine andere im Weltfußball währte. Nach 17 Jahren der unangefochtenen Herrschaft von Ludogorets Razgrad steht nun ein neuer Meister fest – und das unter der Leitung des erfahrenen spanischen Trainers.
Ein unerwarteter triumph
Velázquez, der bereits in seiner Karriere zahlreiche Vereine in Spanien und anderen europäischen Ländern trainiert hat, übernahm das Ruder bei Levski Sofia im Januar 2025. Damals sah die Situation alles andere als rosig aus: Das Team rangierte nur auf dem vierten Platz und war bereits 13 Punkte hinter dem Serienmeister zurück. Doch Velázquez gelang es, innerhalb kürzester Zeit eine beeindruckende Entwicklung in Gang zu setzen.
“Als wir das Team übernommen haben, standen wir vor einer schwierigen Aufgabe”, so Velázquez gegenüber MARCA. “Wir waren weit zurück, aber wir haben hart gearbeitet und eine neue Mentalität geschaffen.”

Die demontage einer dynastie
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Levski Sofia wurde Vizemeister und qualifizierte sich für die Europa League. Im laufenden Wettbewerb setzte Velázquez die beeindruckende Entwicklung fort und führte sein Team zu einem historischen Triumph. Mit vier Spieltagen noch vor Saisonende sicherte sich Levski Sofia die Meisterschaft und beendete damit die beispiellose Dominanz von Ludogorets Razgrad.
Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Levski Sofia mit einem deutlich geringeren Budget als Ludogorets agiert – Velázquez’ Team wird in finanzieller Hinsicht im Verhältnis zum Erzrivalen um das Fünffache geschlagen.

Ein proaktiver ansatz
Velázquez’ Erfolgsrezept ist ein proaktiver und offensiv ausgerichteter Spielstil. “Das Team hat sich sehr gut an die Idee angepasst, in der Offensive und Defensive sehr aktiv zu sein”, erklärt der Trainer. “Wir haben versucht, zu Hause wie auswärts das Spiel zu kontrollieren und permanent nach Toren zu suchen.” Diese Strategie zahlte sich aus: Levski Sofia ist nicht nur Meister, sondern auch das beste Team der Liga in puncto Torgefährlichkeit (68 Tore) und Defensive (nur 23 Gegentore).
Nasko Sirakov, Präsident von Levski Sofia und ehemaliger Spieler bei Zaragoza und Espanyol, lobte die Leistung seines Teams und des Trainers: “Julio hat eine fantastische Arbeit geleistet. Er hat eine unglaubliche Mentalität in die Mannschaft gebracht und uns zu diesem historischen Erfolg geführt.”

Blick in die zukunft
Obwohl der Gewinn der Meisterschaft ein großer Erfolg ist, bleibt Velázquez dennoch bescheiden. “Es ist schwierig, sich für die Champions-League-Qualifikation zu qualifizieren, wir müssten vier Runden überstehen”, gibt er zu. Er betont auch, dass er sich weiterhin auf den täglichen Betrieb konzentrieren möchte und langfristige Ziele vermeidet. Sein Vertrag bei Levski Sofia läuft bis 2028 und er scheint in Sofia sehr glücklich zu sein.
Ein Kapitel ist geschlossen, ein neues beginnt. Velázquez hat mit Levski Sofia nicht nur eine Meisterschaft gewonnen, sondern auch eine Ära beendet und den bulgarischen Fußball in neue, aufregende Bahnen gelenkt. Die Frage ist: Kann Levski Sofia diese Dominanz festigen und die nächste Generation von bulgarischen Fußballstars hervorbringen?
