Vbl grand final: rieck strauchelt, gültekin kämpft sich ins achtelfinale
Leipzig – Die deutsche eSport-Szene erlebt beim VBL Grand Final eine überraschende Durststrecke. Nachdem bereits Levy Finn Rieck in der Gruppenphase um sein Weiterkommen kämpfen musste, tat sich auch sein RBLZ-Kollege Umut Gültekin schwer. Nur dank eines dramatischen Comebacks sicherte er sich den Einzug ins Achtelfinale, während sein Teamkollege nun gegen Djamal Golla antreten muss.

Die nationale krise der rblz-profis setzt sich fort
Die bisherige Saison der RBLZ-Profis war national alles andere als erfolgreich: Das Aus in der VBL Club Championship und die Finalpleite im DFB-ePokal hinterließen tiefe Schatten. Nun liegt die Hoffnung auf die deutsche Einzelmeisterschaft – ein Titel, den sowohl Rieck als auch Gültekin bereits in der Vergangenheit erringen konnten. Doch auch hier ist der Weg ins Achtelfinale alles andere als ein Selbstläufer.
Rieck musste sich nach zwei Auftaktpleiten in die Zwischenrunde retten, und Gültekin folgte seinem Beispiel. Der FIFA-22-Weltmeister konnte zwar gegen Morris van de Pol einen Erfolg verbuchen (6:5), unterlag aber anschließend Lukas Wolff (4:6) und Berkay Demirci (5:11). Das Entscheidungsmatch gegen Denis Müller entwickelte sich zu einem Nervenspiel. 3:3 nach einem 3:0-Vorsprung – Gültekin schien kurzzeitig die Kontrolle zu verlieren.
Es sah zunächst aus, als würde das Weiterkommen für Gültekin eine Formsache sein. Ein 3:0-Vorsprung ließ auf einen klaren Sieg schließen. Doch Müller zeigte seine Klasse und glich innerhalb kürzester Zeit aus. Die Partie wogte hin und her, und Gültekin übernahm erneut die Führung, erhöhte auf 5:3. Der Stuttgarter konnte jedoch nicht mehr kontern und musste sich am Ende mit 7:4 geschlagen geben.
“Chaser” Bartel wartet: Eine Paarung mit Geschichte. Der Leipziger hält sich damit im Rennen um seinen zweiten Einzelmeistertitel nach 2021. Sein Duell mit Jamie Bartel, der ihn im Klubfinale 2024 bezwingen konnte, verspricht Spannung. Rieck trifft derweil auf Djamal Golla. Eine hochkarätige Partie wird auch das Aufeinandertreffen von Jannis Pütz und Koray Kücükgünar sein, die sich kürzlich im Finale des Berliner Showdowns gegenüberstanden.
Das Leipziger Team präsentiert sich insgesamt stark: Alihan Hadzhi konnte als einziger Spieler in Gruppe 2 alle vier Partien gewinnen und demonstrierte dabei ein beeindruckendes Torverhältnis von 37:13. Auch Wolff, Demirci, Wüschem und Mautone haben sich bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Ausgeschieden sind hingegen Siep, Kamboj, Breitkopf und Müller sowie van de Pol. Die deutsche eSport-Szene bleibt in Atem – wer sich am Ende den Titel sichert, bleibt abzuwarten.
