Vargas gesteht: so weh tut uns diese niederlage gegen levante

Rubén Vargas stand mit versteinertem Gesicht vor dem DAZN-Mikrofon. Kein Ausflucht, kein Placebo-Satz – nur bittere Ehrlichkeit: „Wir haben eine Riesenchance vertan.“ Der 1:2-Pleite beim Kellerkind Levante rutscht der FC Sevilla tiefer in die rote Zone. Und der Schweizer weiß: Die Uhr tickt lauter als je zuvor.

Die kabine schwieg, dann schrie sie

In der Pause herrschte keine Predigt, sondern Selbstanklage. „Wir haben gesagt: Wir müssen mehr spielen, Lösungen finden, Tore erzwingen“, erzählt Vargas. Die Worte halfen. Die zweite Hälfte sah aus wie ein anderes Spiel – aber ohne Happy End. „Besser, aber am Ende zählen nur Punkte. Und die fehlen“, presst er zwischen den Zähnen hervor.

Die Zahlen sind gnadenlos: 18 Punkte liegen noch in der Schublade, Sevilla muss mindestens die Hälfte davon holen, um den Abstiegsstrudel zu verlassen. „Jeder Match ist jetzt ein Finale“, sagt Vargas. Die Terminliste liefert dafür den perfekten Wachmacher: in 72 Stunden geht’s nach Pamplona gegen Osasuna. Keine Zeit zu trauern, keine Zeit für Selbstmitleid.

Osasuna wartet – und mit ihm die wahrheit

Osasuna wartet – und mit ihm die wahrheit

Die Andalusier reisen mit einem Koffer voller Fragen an: Warum braucht das Team 45 Minuten, um wach zu werden? Wo bleibt die gefürchtete Ramón-Sánchez-Pizjuán-Mentalität auf fremdem Rasen? Und wie lange kann Trainer García Plaza noch mit dem Feuer jonglieren, bevor es die Finger verbrennt?

Vargas nimmt sich vor, die Antworten auf dem Platz zu liefern. „Wir sind gefühlt auf Tuchfühlung mit dem Abstieg, aber wir leben noch“, sagt er. Die nächste Chance kommt am Sonntag um 18:30 Uhr. Wer dann nicht läuft, wird von der Liga weggespült. So einfach ist das Gesetz des Mai.

Sevilla hat zwei Optionen: entweder jetzt zuschlagen – oder im Juni in die zweite Division abrutschen. Für Vargas gibt es keinen dritten Weg. „Wir sind drin, bis der Vorhang fällt. Und der fällt erst am 38. Spieltag“, endet er mit einer Stimme, die zwischen Hoffnung und Drohung schwankt. Der Countdown läuft.