Vanoli nominiert 23 spieler: kean zurück, rotationspläne gegen cremonese
Moise Kean steht wieder auf dem Rasen, und das ist die einzige gute Nachricht, die sich der AC Florenz am Montagabend in Cremona mitnehmen darf. Trainer Paolo Vanoli hat 23 Profis nominieren müssen – drei Keeper, acht Verteidiger, sieben Mittelfeldakteure und fünf Stürmer –, doch die Liste liest sich wie ein Sanitätsbericht.
Kean liefert sich selbst das o.k.
Der Italiener hatte sich vor zwei Wochen gegen Udinese die Tibia geprellt, warf gestern aber ohne Schmerztabletten die Bälle ein. „Ich will spielen, egal wie“, sagte er nach dem Abschlusstraining. Vanoli wird seinen Topscorer wohl von Beginn an aufbieten, denn Lezzerini und Solomon fehlen weiterhin mit einer Zerre im rechten Quadrizeps. Lamptey laboriert nach seinem Kreuzbandriss noch in der Reha, Fortini an akuter Lumbago.
Die 0:0-Pleite gegen Parma und das 2:1 in Krakau haben die Toskaner müde zurückgelassen. Vanoli muss rotieren, will aber nicht rühren. „Wir haben 72 Stunden Regeneration, das reicht“, sagte er und klang dabei wie ein Mann, der weiß, dass die Conference-League-Tickets erst bei Platz sieben sicher sind. Drei Punkte trennen Florenz vom Tabellenkeller, drei Punkte vom Europacup. Die Cremonese kassierte in den letzten fünf Partien nur ein Gegentor – und das war ein Eigentor.

Die nominierten im überblick
Im Tor: De Gea, Leonardelli, Christensen. Hinten: Balbo, Comuzzo, Dodo, Gosens, Kouadio, Parisi, Pongracic, Ranieri, Rugani. Mitte: Brescianini, Fabbian, Fagioli, Fazzini, Harrison, Mandragora, Ndour. Vorne: Braschi, Gudmundsson, Kean, Piccoli. Wer fehlt, ist auffälliger als wer dabei ist.
Vanoli wird wohl mit einer Dreierkette starten, um die Außenbahnen für Gosens und Dodo freizumachen. Im Zentrum gewinnt Mandragora die Zweikämpfe, Fagioli verteilt die Pässe. Gudmundsson soll hinter Kean agieren, Piccoli auf der Bank warten. Die Cremonese setzt auf zwei dichte Reihen und Konter über Buonaiuto. Die Statistik spricht für die Hausherren: Kean traf in drei der letzten vier Duelle gegen Cremonese, doch das war unter der alten Fiorentina.
Anpfiff ist um 20:45 Uhr im Giovanni-Zini-Stadion, 15.271 Zuschauer werden erwartet, 3.000 aus Florenz. Die Kurve von Cremonese wird ein Choreo widmen, das die Rettung darstellt – 17 Punkte trennen sie vom rettenden Ufer. Florenz braucht drei Punkte, um nicht in die untere Tabellenhälfte abzurutschen. Vanoli sagt: „Wir spielen, als gäbe es kein Morgen.“ Kean sagt nichts, er schießt einfach.
