Vanessa voigt: social-media-pause nach hassnachrichten – ein dilemma für profisportler

Vanessa voigt zieht konsequenzen aus hass im netz

Nach dem Massenstart in Antholz sprach Vanessa Voigt offen über ihre Entscheidung, eine Pause von Social Media einzulegen. Die deutsche Biathletin äußerte sich klar und deutlich zu den Hassnachrichten, denen sie nach den Olympischen Spielen ausgesetzt war. „Ich war die letzten Tage wirklich die glücklichste Person. Dieses Instagram, das braucht einfach kein Mensch“, so die 28-Jährige nach ihrem siebten Platz.

Auslöser: kritik nach dem olympischen einzel

Auslöser: kritik nach dem olympischen einzel

Voigt hatte vor anderthalb Wochen angekündigt, sich von Social Media zurückzuziehen, nachdem sie nach ihrem vierten Platz im olympischen Einzel kritische Kommentare zu ihrer Leistung erhalten hatte. Die negativen Nachrichten überwogen für sie, obwohl es auch viele positive Rückmeldungen gab. Sie betonte, dass selbst wenige negative Kommentare einen großen Einfluss haben können.

„Ich hätte eine karriere wie arnd peiffer gehabt“

Die Biathletin wünschte sich eine Karriere ähnlich der von Arnd Peiffer, ohne den Druck und die negativen Aspekte von Social Media. Sie löschte die App sogar von ihrem Handy, um sich voll und ganz auf die Rennen in Antholz konzentrieren zu können. „Man hat jetzt auch wieder gesehen, dass ich mich voll und ganz auf meine Rennen konzentrieren konnte, ich konnte das andere einfach ausblenden“, erklärte sie.

Felix bitterling kritisiert den umgangston im netz

Auch Felix Bitterling, der Biathlon-Sportdirektor des DSV, hatte sich kürzlich kritisch zum Umgangston in den sozialen Netzwerken geäußert. Er verurteilte die Beleidigungen und Drohungen gegen Athleten nach den enttäuschenden Ergebnissen bei den Olympischen Spielen. Bitterling forderte, dass solche Verhaltensweisen strafrechtlich verfolgt werden sollten: „Ob man deswegen jemanden persönlich beleidigen, ihm erzählen muss, er hätte kein Recht zu leben, und so weiter, das glaube ich nicht.“

Die rückkehr zur plattform ist unvermeidlich

Trotz ihrer negativen Erfahrungen weiß Voigt, dass sie Instagram wieder herunterladen muss. Dies liegt nicht an persönlichem Vergnügen, sondern an ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Sponsoren. „Wahrscheinlich wird es mich erstmal komplett überfordern wieder, aber jetzt kommen dann auch wieder die Sponsoren ins Spiel, das ist vertraglich alles festgelegt. Da kommt man einfach nicht raus als Sportler und das gehört auch zum Beruf dazu“, erläuterte sie.

Ein dilemma für profisportler im digitalen zeitalter

Voigt hofft, künftig zumindest einige negative Kommentare einfach überlesen zu können. Ihr Fall verdeutlicht das Dilemma, in dem sich viele Profisportler im digitalen Zeitalter befinden: die Notwendigkeit, Social Media für ihre Karriere zu nutzen, und die Belastung durch Hass und Kritik. Die Balance zu finden, ist eine große Herausforderung.

Zusammenfassung der wichtigsten punkte

  • Vanessa Voigt legte eine Social-Media-Pause aufgrund von Hassnachrichten ein.
  • Felix Bitterling kritisierte den Umgangston im Netz.
  • Die Rückkehr zu Instagram ist für Voigt aufgrund von Sponsorenverträgen unvermeidlich.
  • Der Fall zeigt das Dilemma von Profisportlern im digitalen Zeitalter.