Van der poel und pogacar: das duell um den klassiker!
Oudenaarde bebt! Am 5. April wird die 110. Auflage des Tour de Flandern ausgetragen, ein Rennen, das mehr ist als nur ein Wettkampf – es ist eine Legende. Sechs Stunden voller packender Action, knallharter Entscheidungen und der einzigartigen Atmosphäre, die nur Flandern bieten kann. Die Fans säumen die Strecke, atmen den Staub der Kopfsteinpflaster und leben mit den Fahrern.
Ein rennen in zwei akten: flachland und hölle
Dieses Jahr startet das Feld in Antwerpen, bevor es sich auf den Weg nach Oudenaarde macht. Die Strecke ist in zwei klar voneinander getrennte Abschnitte unterteilt. Die ersten 140 Kilometer führen über überwiegend flaches Terrain mit nur zwei kurzen Kopfsteinpflasterabschnitten, um die Beine aufzuwärmen. Doch dann beginnt der Schrecken: 139 Kilometer mit fast 2.250 Höhenmetern, eine Tortur aus steilen Anstiegen und unerbittlichen Kopfsteinpflasterpassagen.
Der Oude Kwaremont wird gleich dreimal überquert, ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Ein Feuerwerk aus Anstiegen erwartet die Fahrer, bis schließlich der entscheidende Abschnitt beginnt: die Kombination Oude Kwaremont-Paterberg. Hier, so hat die Geschichte gezeigt, wird das Rennen oft entschieden. Tadej Pogacar demonstrierte das bereits in der letzten Ausgabe, als er hier einen seiner zahlreichen Angriffe startete, der seine Gegner zur Verzweiflung trieb.
Doch das ist noch nicht alles. Nur wenige Kilometer später folgt der berüchtigte Koppenberg, dessen Durchschnittsgradient von 11,6 % mit maximalen Steigungen von bis zu 22 % selbst gestandene Profis an ihre Grenzen bringt. Und als wäre das nicht genug, wartet nochmals die Kombination Oude Kwaremont-Paterberg, diesmal aus einer anderen Perspektive. Ein brutaler Endspurt über 16 Kilometer führt schließlich nach Oudenaarde.

Pogacar und van der poel: die favoriten im blickpunkt
Die Magie des Tour de Flandern zieht die besten Fahrer der Welt an. Nur wenige haben das Glück, dabei zu sein, und noch weniger die Chance auf den Sieg. Zwei Namen stechen aus dem Feld heraus: Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel. Beide haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie auf den flämischen Kopfsteinpflasterstraßen die stärksten sind.
Pogacar scheint derzeit leicht im Vorteil, seine jüngsten Leistungen sprechen für sich. “Ich fühle mich gut, habe Respekt vor meinen Rivalen und bin bereit für den dritten Sieg”, erklärte er im Vorfeld des Rennens. Er wertschätzte zudem die Anwesenheit von Remco Evenepoel: “Ein Fahrer wie Remco ist gut für das Rennen, er greift immer früh an.”
Van der Poel hingegen sieht Parallelen zu seinem erfolgreichen Jahr 2024: “Die Vorbereitung ist ähnlich wie damals, als ich Flandern und Roubaix gewann.” Er blickt selbstbewusst nach vorne, obwohl er zugab, bei der Gante-Wevelgem nicht ganz so frisch gewesen zu sein.

Wer wird um das podium kämpfen?
Neben Pogacar und Van der Poel werden auch Wout van Aert, Mads Pedersen und Remco Evenepoel eine wichtige Rolle spielen. Während van Aert und Pedersen bereits reichlich Erfahrung haben, ist Evenepoels Debüt in diesem Rennen ein unbekannter Faktor. Ein breites Feld von Fahrern wie Florian Vermeersch, Christophe Laporte, Matteo Trentin, Jonas Abrahamsen, Roman Grégoire, Paul Magnier und Matthew Brennan wird den Kampf um die Top-10 ebenfalls auf sich aufmerksam machen.
Die Zuschauer können das Rennen live auf Eurosport 1 und HBO Max verfolgen. Der Startschuss fällt um 10:00 Uhr, das Finale wird voraussichtlich zwischen 16:20 und 16:45 Uhr in Oudenaarde erwartet.
Das Rennen wird sich in die Geschichte des Radsports einreihen, und die Welt wird gespannt zusehen, wer sich den Ruhm sichert. Die Straßen Flanderns werden erneut zum Schauplatz eines epischen Duells.
