Van der breggen sticht hervor: koch verliert die kontrolle bei la vuelta femenina

Ein dramatischer Tag für Franziska Koch bei der Vuelta Femenina! Die deutsche Hoffnung verlor auf der sechsten Etappe deutlich an Boden und muss den Traum vom Gesamtsieg begraben. Anna van der Breggen nutzte die Gunst der Stunde und übernahm das Rote Trikot – ein entscheidender Schritt vor dem finalen, gnadenlosen Anstieg zur L’Angliru.

Die bergankunft verändert alles

Die Etappe führte die Peloton über 106,5 Kilometer nach Les Praeres Nava. Bereits früh zeigte sich, dass Koch und ihre belgische Rivalin Lotte Kopecky, keine ausgesprochenen Kletterinnen, an diesem Tag zu kämpfen hatten. Kopecky, die bisher die Punktewertung anführte, musste abreißen lassen, während Koch noch größere Probleme hatte, mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Der finale Anstieg wurde zur Vorentscheidung: Van der Breggen attackierte als Solistin und ließ sich nicht mehr einholen. Paula Blasin und Marion Bunel folgten mit etwas Abstand.

Ricarda Bauernfeind zeigte als beste deutsche Fahrerin eine solide Leistung und kämpfte sich auf den 16. Platz vor. Doch die Tagesform war offensichtlich nicht mit der der neuen Führenden zu vergleichen.

Ein Rückstand, der schmerzt: Koch verlor mehr als acht Minuten auf Van der Breggen und rutschte in der Gesamtwertung auf den 35. Platz ab. Kopecky, die weiterhin die Punktewertung anführt, kam mit über zehn Minuten Rückstand ins Ziel. Liane Lippert beendete die Etappe als 30. mit einem Rückstand von über drei Minuten.

Die hürde l’angliru: ein letzter test

Die hürde l’angliru: ein letzter test

Am Samstag steht die entscheidende Etappe zur L’Angliru an. Der Anstieg mit seinen bis zu 23 Prozent Steigung wird den Radsportlerinnen alles abverlangen. Van der Breggen geht mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf Blasi in dieses finale Kräftemessen. Ob sie diesen knappen Vorsprung verteidigen kann, bleibt abzuwarten. Die Vuelta Femenina steht vor ihrem furiosen Höhepunkt.

Die Zuschauerzahlen bestätigen den wachsenden Zuspruch zum Frauensport: Über drei Millionen Sportfans nutzen bereits die offizielle App, um die Rennen live zu verfolgen. Ein Zeichen dafür, dass auch im Radsport die Frauen immer mehr im Fokus stehen.