Van der breggen dominiert spanienrundfahrt: sprung zum führungstrikot!
Anna van der Breggen hat bei der Vuelta a España Femenina 2026 die Zeichen der Macht gesetzt. Mit einem beeindruckenden Sololauf zum Sieg in der sechsten Etappe sicherte sich die Niederländerin nicht nur den Etappensieg, sondern auch das begehrte Rote Trikot der Gesamtführung – ein Statement vor dem alles entscheidenden Angliru-Königsetappen-Finale.
Ein dramatischer auftakt im regen
Das Rennen begann alles andere als ruhig. Unter trüben Himmel und sintflutartigen Regen sorgten mehrere Stürze für Nervosität im Peloton. Mavi García kam bereits in der neutralisierten Zone zu Fall, und auch Paula Blasi musste einen unsanften Kontakt mit dem Asphalt verkraften. Doch die Spanierin ließ sich nicht entmutigen und kämpfte sich zurück ins Feld.
Der erste ernstzunehmende Anstieg, Les Praeres, präsentierte sich als harter Brocken (3,9% bis 12,6%). Cédrine Kerbaol versuchte zwar den Blickfang zu erobern, doch das Team SD Worx-Protime ließ keinen Ausreißversuch zu. Van der Breggen übernahm die Kontrolle und setzte ein unnachgiebiges Tempo, das das Feld ordnete.
Paula Blasi hielt sich hartnäckig an der Spitze, während Kasia Niewiadoma frühzeitig abreißen musste. Die Spanierin bewies jedoch eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und blieb am Rad der Führenden.
Mit einem fulminanten Antritt eröffnete van der Breggen 2,8 Kilometer vor dem Ziel einen entscheidenden Angriff. Ein Vorsprung von fast 20 Sekunden entwickelte sich schnell, der sie unaufhaltsam zum Sieg führte. Ein Triumph der Kraft und taktischen Finesse.

Angliru: die hölle für rennräder und nerven
Die Entscheidung fällt am Samstag auf dem legendären Angliru. Die 132,9 Kilometer lange Etappe führt von Pola de Laviana über anspruchsvolle Anstiege zum Alto de Santo Emiliano, Alto de la Tejera und schließlich zum Alto del Tenebredo. Doch das eigentliche Judikatur des Rennens ist der Angliru: 12,1 Kilometer mit einer Durchschnittssteigung von 10,3%.
Hier werden die letzten Kräfte der Fahrerinnen auf die Probe gestellt. Die 18 Sekunden, die Van der Breggen vor Blasi liegen, könnten hier entweder zu einem komfortablen Polster oder einer dramatischen Ausgangssituation werden. Paula Blasi zeigte eine beeindruckende Vorstellung und verteidigte ihre zweite Position in der Gesamtwertung mit großem Kampfgeist. Ihre Leistung ist ein Beweis für den aufstrebenden spanischen Frauenradsport.
Van der Breggen hat nun die Vorlage für den Gesamtsieg selbst in der Hand. Doch die Angliru ist unberechenbar, und ein Moment der Unachtsamkeit kann alles zunichte machen. Die Spannung ist kaum auszuhalten. Das Rennen verspricht ein denkwürdiges Finale, das die Welt des Frauensports in Atem halten wird.
