Valverde verabschiedet sich: ein ende einer ära im baskenland

San Sebastián – Nach über 500 Spielen und drei Amtszeiten steht eine Ära im Athletic Club zu Ende. Ernesto Valverde, der dienstälteste Trainer in der Geschichte des baskischen Traditionsvereins, verabschiedet sich am Samstag im Estadio Santiago Bernabéu gegen den Real Madrid von seiner Mannschaft. Eine bittersüße Trennung, die in einer emotionalen Pressekonferenz mit vielen Beispielen für die Verbundenheit des Trainers zum Verein verdeutlicht wurde.

Ein blick zurück: mehr als nur ein trainer

Valverde ist mehr als nur ein Trainer für Athletic. Er ist ein Stück baskische Fußballgeschichte. Seine Zeit in Bilbao war geprägt von Leidenschaft, harter Arbeit und dem unermüdlichen Streben nach Erfolg. „Ich bin nicht als Jugendspieler hier angekommen, sondern als Neuzugang. Dieser Verein hat mir so viel gegeben, hier habe ich am meisten erreicht“, gestand Valverde in seiner Abschiedspressekonferenz. Die Worte zeugen von einer tiefen Verbundenheit, die weit über das rein Professionelle hinausgeht.

Die Erinnerung an den Copa del Rey-Sieg nach 40 Jahren Durststrecke wird Valverde besonders in Erinnerung bleiben. „Dieser Moment war der Höhepunkt meiner Karriere“, so der Trainer. Doch auch die verpassten Chancen, insbesondere der Gewinn eines europäischen Titels, hallen nach. „Ich hätte mir einen europäischen Titel gewünscht, das war ein großes Ziel. Die Europa League war immer eine realistische Option, aber die Champions League… das wäre etwas Besonderes für den Verein gewesen.“

Die Enttäuschungen in der Liga, die zu diesem Abschied geführt haben, mag Valverde zwar bedauern, doch er blickt dennoch positiv in die Zukunft. „Es war ein harter Jahrgang, die Ergebnisse in der Liga waren nicht die, die wir uns erhofft hatten. Aber ich gehe mit einem guten Gefühl. Ich werde mich an euch erinnern, wenn ihr trainiert und ich im Urlaub bin.“

Terzic: ein neuanfang für athletic

Terzic: ein neuanfang für athletic

Valverde wünscht seinem Nachfolger, Marco Terzić, alles Gute. „Ich hoffe, dass es ihm gut geht, denn das Wichtigste ist, dass Athletic erfolgreich ist. Ein neuer Trainer kann auch frischen Wind bringen, das ist wichtig.“ Er betont die Bedeutung der Spieler und ihre Bereitschaft, sich neuen Ideen zu öffnen. „Die Spieler haben immer eine außergewöhnliche Leistung gezeigt. Die Schlüssel zum Erfolg sind sie – motivieren und eine Strategie finden, an die sie glauben.“

Der Abschied von Valverde ist mehr als nur der Wechsel eines Trainers. Es ist das Ende einer Ära, ein Abschied von einer Legende des baskischen Fußballs. Ein Mann, der den Verein geprägt hat und dessen Vermächtnis noch lange in Erinnerung bleiben wird. Anstatt sich in Selbstmitleid zu verlieren, blickt Valverde nach vorne. „Es ist Zeit für eine Pause, eine Auszeit, um neue Energie zu tanken.“ Und während die Fans in Bilbao ihn in stiller Ehrfurcht verabschieden, weiß jeder, dass Ernesto Valverde immer ein Teil des Athletic Club sein wird.