Vallejo: sexistischer spruch kostet ihn 65.000 dollar!
Paris – Ein Schlag ins Gesicht für den Tennissport: Der paraguayische Tennisprofi Adolfo Daniel Vallejo muss tief in die Tasche greifen, nachdem er nach seiner Niederlage bei den French Open eine brasilianische Schiedsrichterin öffentlich herabwürdigend kommentiert hat. Turnierdirektorin Amélie Mauresmo hat eine Geldstrafe von 65.000 US-Dollar (ca. 55.000 Euro) verhängt – ein deutliches Signal, dass solche Äußerungen im Sport keinen Platz haben.
Der vorfall: beleidigungen nach der niederlage
Die Kontroverse entfachte sich, nachdem Vallejo in der zweiten Runde der French Open gegen den jungen französischen Nachwuchsspieler Moise Kouame in fünf Sätzen verloren hatte. Medienberichten zufolge äußerte sich der 22-Jährige daraufhin abfällig über die Schiedsrichterin Ana Carvalho. Konkret soll er geäußert haben, ein Mann sei für die Leitung des Matches besser geeignet, da das Publikum „sehr anspruchsvoll“ sei und „viel Durchsetzungskraft“ erfordere. Ein Satz, der für viel Kritik sorgte.
Die Reaktion war prompt: Turnierdirektorin Mauresmo ließ keine Zweifel daran, dass solche Äußerungen nicht toleriert werden. „Das ist eindeutig etwas, das für uns, für das Turnier und für den Verband auch über das Turnier hinaus nicht akzeptabel ist“, erklärte sie. Die Strafe von 65.000 Dollar unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation.

Entschuldigung und nachträuliche reue
Vallejo versuchte sich daraufhin in den Sozialen Medien zu entschuldigen. Er beteuerte seinen Respekt vor Schiedsrichtern und betonte, dass seine Äußerungen infolge eines „fünfstündigen Kampfes“ und aufgrund von „starken Emotionen“ zustande gekommen seien. Er räumte ein, dass seine Worte falsch interpretiert werden könnten und betonte, dass er der Schiedsrichterin die Schuld an seiner Niederlage nicht gegeben habe. „Sie hat während des gesamten Spiels gute Arbeit geleistet“, schrieb er. Ob diese Entschuldigung die Wucht der Strafe mildern kann, bleibt abzuwarten.
Die Strafe von 65.000 Dollar ist besonders bitter, da Vallejo für sein Ausscheiden in der zweiten Runde des Roland Garros bereits ein Preisgeld von 151.000 US-Dollar (ca. 130.000 Euro) erhalten hätte. Ein teurer Fehltritt, der Vallejo nicht nur finanziell, sondern auch sportlich in Bedrängnis bringen könnte.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall eine Mahnung für alle Sportler ist, respektvoll miteinander umzugehen – unabhängig von der emotionalen Anspannung im Wettkampf. Denn der Sport lebt von Fairness und Respekt, und Beleidigungen gegenüber Schiedsrichtern oder anderen Beteiligten haben in keiner Form ihren Platz.
