Valgren beendet durststrecke: däne rast auf der 5. etappe zum tirreno-sieg
Plötzlich war er wieder da: Michael Valgren preschte auf dem 17-prozentigen Rampenfinish von Mombaroccio davon, ließ Julian Alaphilippe stehen und feierte seinen ersten WorldTour-Sieg seit 1923 Tage. Die 184 km von Marotta-Mondolfo verwandelte der 34-jährige Däne in eine Solovorstellung – und schob sich mit elf Sekunden Vorsprung auf Isaac del Toro und Matteo Jorgenson zurück in die Geschichtsbücher des Tirreno-Adriatico.
Del toro schlägt zurück: mexikaner erobert blau im letzten wochenende
Der Mexikaner hatte seine Hausaufgaben gemacht. Del Toro jagte sich hinter Valgren noch auf Platz zwei, reichte das Blaue Trikot von Giulio Pellizzari wegzupfen und geht mit 23 Sekunden Polster in das Königswochenende. Dahin schob sich auch Jorgenson nach vorn – und schob Primoz Roglic gleich auf Rang vier. Das Feld sortiert sich neu, und die Frage lautet: Wer trägt Sonntag in San Benedetto del Tronto das azurblaue Maglia?
Georg Zimmermann hatte es versucht, doch Valgrens Tempoverschärfung auf den letzten sechs Kilometern sprengte die Fluchtgruppe. Der deutsche Meister rollte mit 1:58 Minuten Rückstand als 24. über die Linie – ein Beleg dafür, wie gnadenlos der Däne nach 4:41:12 Stunden Fahrzeit das Rennen zersägte.

Sassotetto wartet: 12,4 % steigung verspricht spektakel
Samstag geht’s 188 km von San Severino Marche nach Camerino – und nach 50 flachen Kilometern beginnt der Horror. Der Sassotetto-Anstieg zieht sich mit durchschnittlich 12,4 % in den Himmel, die letzten 1000 Meter sind ein Betonwall. Wer hier die Beine verliert, verliert auch das Rennen. Für Valgren ist die Führung aus, doir die Moral ist auf Rekordhoch: „Ich habe bewiesen, dass ich noch zubeißen kann“, sagte er mit schiefem Grinsen am Ziel. Die Konkurrenz weiß: Der Däne ist zurück – und er hat nichts zu verschenken.
