Valencia wirft thierry correia weg: sieben jahre reichen nicht mehr
Thierry Correia hat beim FC Valencia keine Zukunft mehr. Der Vertrag des Portugiesen läuft am 30. Juni aus, doch schon jetzt laufen im Hintergrund die Uhren heiß. Der Klub sucht nicht erst seit gestern einen neuen Rechtsverteidiger – sondern konkret für die Saison 2026/27. Die Botschaft ist klar: Weniger Krankenstand, mehr Konstante.
Correia war nie die lösung, nur ein notverband
Es war August 2019, Cristiano Piccini fiel mit Kreuzbandriss aus, Valencia griff in letzter Sekunde zu Correia. Ein Deal aus der Not, der sich nie zu einem Glücksgriff entwickelte. Unter Javi Gracia und kurzzeitig bei José Bordalás zeigte der Luso Aufblitze, doch die Bilanz nach sieben Jahren liest sich wie ein Reha-Bericht: 129 Pflichtspiele, 11 Assists, vier Muskelbündelrisse, zwei Knie- und eine Sprunggelenks-OP. Die Zahlen sprechen gegen ihn.
Jetzt ist er wieder draußen. Rezidive nennen die Mediziner das. Für den Sportstab ist es einfach: zu viel Frust, zu wenig Feldzeit. Trainer Rubén Baraja mag Correia menschlich, doch auch er verlangt Spieler, die Montag bis Samstag zur Verfügung stehen – nicht nur zwischen zwei Reha-Blöcken.

Die rechte seite ist ein flickenteppich
Hinter Correia wartet kein Königsmacher, sondern ein Gemisch aus Verband und Verzweiflung. Dimitri Foulquier (33) laboriert seit Wochen an einer Sprunggelenks-Operation herum, läuft noch ein Jahr, gilt intern als „abgebrannt“. Renzo Saravia kam als Winter-Notlösung, bleibt Strohfeuer. Notfalls rückte sogar Unai López vom Mittelfeld auf – ein Eigentor für die Kaderplanung.
Valencia hat deshalb die Scouting-Abteilung hochgefahren. Gesucht wird ein Rechtsverteidiger mit über 2.000 Minuten in den letzten zwei Spielzeiten, LTE-Werten über 34 km/h und maximal zwei Ausfällen wegen Muskelverletzungen. Die Anforderungen klingen wie ein Seziertisch-Protokoll, doch sie zeigen: Der Klub will nicht mehr warten, er will verlässliche Arbeitszeit.
Correia selbst weiß Bescheid. Seine Berater haben bereits Anfragen aus der Türkei und Brasilien erhalten. Beim Valencia-Campus hat er sich inzwischen vom Trainingszentrum verabschiedet – still, ohne Medienrummel. Sieben Jahre, die wie ein einziger Verletzungspass aussehen, enden mit einem Nicken und einem Handschlag.
Der FC Valencia spart sich die Tränen. Auf Mestalla zählt nur, wer laufen kann – nicht, wer lange geblutet hat.
