Valencia protestiert: schiedsrichter-entscheidung entscheidet spiel!
Ein umstrittener Treffer in der Nachspielzeit sicherte Atlético Madrid den Sieg gegen Valencia – und löste einen wütenden Protest der Hausherren aus. Die Entscheidung von Schiedsrichter José Luis Munera, den Treffer von Cubo im Minute 82 zu bestätigen, wird von vielen als Fehler gewertet und wirft einen Schatten auf das Spiel.

Die szene, die mestalla spaltete
Valencia hatte das Spiel über weite Strecken kontrolliert, doch Atlético zeigte einmal mehr seine Effizienz. Der Treffer von Cubo, vorbereitet durch einen brillanten Pass von Griezmann, schien die logische Konsequenz der überlegenen Spielanlage der Gäste zu sein. Doch die Freude währte nur kurz. Denn der Linienrichter Antonio Ramón Martínez hatte kurz zuvor bereits die Fahne für Abseits gehoben – eine Geste, die sowohl vom Rasen als auch von der Tribüne aus deutlich zu sehen war. Ein klarer Moment der Verwirrung!
Es ist das bittere Detail: Cubo stand zwar in einer knappen Position, aber keineswegs im Abseits, wie spätere TV-Wiederholungen zeigten. Die Spieler von Valencia standen nach dem Aufheben der Fahne zunächst still, überzeugt von der Entscheidung des Linienrichters. Doch Cubo setzte seine Bewegung fort, zog ab und traf mit einem präzisen Schuss den Innenpfosten von Dimitrievski. Der Ball fand seinen Weg ins Netz, und die Atlético-Fans feierten, während Dimitrievski sich bereits zum Abstoß vorbereitete, in einer Position, die potentiell als Abseits gewertet werden hätte können.
Das Zögern des Schiedsrichters: Munuera zögerte. Er selbst hatte den Treffer nicht sofort abgepfiffen und wartete auf die Rückmeldung des VAR. Simeone, der die Situation auf dem Monitor verfolgte, reagierte als Erster und begann mit dem Assistant bereits zu jubeln. Die Sekunden dehnten sich, die Spannung im Stadion war kaum zu ertragen. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit signalisierte Munuera den Freistoß für Atlético – der Treffer wurde gegeben. Das Mestalla-Stadion explodierte in Protesten.
Rioja, der bereits ausgewechselt worden war, führte die Wut der Valencianer an und wetterte gegen die Entscheidung des Linienrichters. Pepelu, später in Movistar zitiert, versuchte, die Situation zu relativieren: „Das sind Schiedsrichterentscheidungen, wir können uns da nicht einmischen. Er hat es nicht gepfiffen, und das ist es.“
Die Diskussion um die richtige Interpretation der Abseitsregel wird weitergehen. Eines ist jedoch klar: Die Entscheidung von Schiedsrichter Munera und seinem Linienrichter wird lange nachwirken und das Ansehen der Schiedsrichter in der Primera División weiter belasten. Die Frage, ob der VAR-Einsatz hier zu einer fairen Beurteilung geführt hat, bleibt jedoch unbeantwortet und sorgt für neue Kontroversen.
