Valencia basket reist mit erhitztem kader nach belgrad – playoff-heimrecht auf dem spiel

21 Sekunden vor Schluss lag Olympiacos noch vorne, dann traf Sergio De Larrea den Dreier und schob Valencia Basket mit 85:84 in die vierte Tabellenposition der EuroLeague. Heute Abend um 20:30 Uhr muss der Klub in Belgrad beweisen, dass das keine Eintagsfliege war.

Partizan wartet mit eigener rechnung

Die Serben haben ihre Hall of Aleksandar Nikolić wieder in ein Kessel verwandelt. 21 Siege in Folge auf heimischem Parkett, dazu der Rückkehrer Yam Madar, der nach Knöchelproblemen wieder voll belastbar ist. Wer hier punktet, sammelt nicht nur zwei Zähler, sondern Selbstvertrauen für das Viertelfinale. Das weiß auch Pedro Martínez, dessen Vertragsverlängerung bis 2028 am Dienstag verkündet wurde. Der Coach sparte nicht mit Lob für seinen 19-jährigen Held: „De Larrea schläft mit dem Basketball, er träumt ihn.“

Doch es gibt einen Hacken. Jean Montero verließ den Freitag vor einer Woche mit einer verdrehten Hand, Schmerzen im Daumenbereich. Die Magnetbilder zeigen keinen Bruch, aber die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Ohne seinen 12,4-Punkte-Schnitt rückt Chris Jones in die Startformation, was die Rotation verkleinert. Jones traf zuletzt in fünf der letzten sieben Spiele mindestens zweimal vom Bogen, doch seine Ballverteilung läuft noch nicht rund.

Hapoel und zalgiras lauern dicht auf

Hapoel und zalgiras lauern dicht auf

Valencia (21-12) hat nur einen Vorsprung von einem Sieg auf Tel Aviv (20-13) und zwei auf Kaunas (19-14). Verliert man heute und die Verfolger gewinnen am Sonntag, rutscht das Heimrecht durch die Lappen. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Wer in den letzten fünf Jahren die Top-Vier-Platzierung verpasste, schied in der ersten Playoff-Runde aus. Nur Fenerbahce gelang 2023 der Sprung vom fünften Rang ins Final Four – und das kostete zusätzliche Auswärtsspiele Energie, die sich im Halbfinale rächte.

Movistar Plus+ überträgt live, Anpfiff 20:30 MEZ. Wer in Spanien kein Abo hat, kann die Berichterstattung auf #VBCRadio verfolgen, wo Co-Kommentator Toni Clavell verspricht, „jeden Pass mit Herzblut zu begleiten“. In Belgrad rechnet man mit 19.500 Zuschauern, darunter 400 Ultras, die mit dem Flugzeug aus Manises angereist sind. Sie haben schon vor Jahren bewiesen, dass sie selbst in fremden Arenen singen, bis die Lichter ausgehen.

Die Saison steht auf dem Messer. Ein Sieg, und Valencia kann vorzeitig durchatmen. Eine Niederlage, und die Saison droht, sich in einem Auswärtstrip nach Litauen oder Israel zu entscheiden. Die Mannschaft ist jung, hungrig – und heute Nacht wird sich zeigen, ob sie auch reif genug ist, das Heimrecht zu erkämpfen, das am Ende den Unterschied zwischen Sommerpause und Titelkampf bedeuten kann.