Usyk: wilder oder jones – der letzte tanz des ukrainers?

Oleksandr Usyk hat die Tür für seinen Abschied vom Schwergewicht geöffnet. Die Weltmeisterschaftstitel sind Geschichte, und mit ihnen die Verpflichtung, vermeintliche Pflichtkämpfe zu bestreiten. Doch was steckt hinter dieser Entscheidung? Ein Blick auf die möglichen Gegner, die Usyk nun ins Auge fasst, offenbart ein klares Ziel: Ein lukrativer Abschiedskampf, der die Fans in Bewegung setzt.

Die entscheidung gegen wardley und kabayel: ein strategischer schachzug

Zunächst schien ein Kampf gegen Fabio Wardley eine Option, doch Usyk entschied sich gegen diesen vermeintlich einfachen Weg. Auch die Anordnung des Weltboxverbandes (WBC), gegen Agit Kabayel anzutreten, wurde schlichtweg ignoriert. Die Zeichen stehen klar: Usyk sucht nach einem Gegner, der ihm eine dicke Gage garantiert und das Publikum begeistern kann. Nach zwei Siegen gegen Anthony Joshua und dem Erfolg über Daniel Dubois, schwinden die Optionen an renommierten Gegnern zusehends. Der junge Itauma ist noch nicht bereit für diesen Schritt.

Wilder im visier: eine längst gehegte sehnsucht

Wilder im visier: eine längst gehegte sehnsucht

Bereits seit einem Jahr steht Deontay Wilder im Fokus von Usyk. Der frühere WBC-Champion, der die schweregewichtige Klasse von Juni 2015 bis Februar 2020 dominierte, scheint der ideale Partner für einen letzten großen Auftritt zu sein. Sergey Lapin, Usyks aktueller Manager, bestätigt, dass diese Option weiterhin besteht. Eddie Hearn, ein bekannter Promoter, sieht in einem Kampf gegen Wilder sogar den perfekten Abschluss der Karriere des Ukrainers, möglicherweise unter dem Dach von Zuffa Boxing, der Promotorenfirma von Dana White.

Jon jones: eine überraschende wendung

Jon jones: eine überraschende wendung

Doch die Geschichte könnte eine unerwartete Wendung nehmen. Lapin bestätigte gegenüber dem Ring Magazine, dass Jon Jones, der ehemalige Champion im Halbschwergewicht und im Schwergewicht der UFC, ebenfalls in Betracht gezogen wird. Obwohl Wilder weiterhin die “absolute Favoritoption für ein großes US-Kampf” ist, wirft die Idee eines Duells mit “Bones” Fragen auf. Kritiker weisen darauf hin, dass Boxen nicht unbedingt Jones’ Stärke ist und dass er immer noch einen Vertrag mit der UFC besitzt – ein Hindernis, das jedoch durch eine Beteiligung an Zuffa Boxing potenziell aus dem Weg geräumt werden könnte.

Fury und verhoeven: kapitel geschlossen

Fury und verhoeven: kapitel geschlossen

Die Möglichkeit eines Rückkampfs gegen Tyson Fury wird von Lapin kategorisch ausgeschlossen: “Ich glaube, dieses Kapitel ist geschlossen. Heutzutage weckt dieser Kampf nicht mehr den gleichen Reiz.” Auch eine Auseinandersetzung mit Rico Verhoeven erscheint unwahrscheinlich: “Es ist möglich, aber ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, ob dies der Kampf ist, den die Fans heute erwarten.”

Oleksandr Usyk steht somit vor der Wahl: Ein Duell mit dem verheerenden Schlagkraft eines Deontay Wilder oder einer Konfrontation mit dem vielleicht größten Mixed Martial Artist der Geschichte, Jon Jones. Die Entscheidung wird den Ton für seinen Abschied vom Schwergewichtsport angeben.