Usyk gegen verhoeven: kabayel wartet – und fordert!

Vor der Kulisse der Pyramiden von Gizeh steht Oleksandr Usyk am Samstag seinen WBC-Titel im Schwergewicht gegen den niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven zur Verteidigung. Ein Kampf, der viele Fragen aufwirft, aber für den deutschen Top-Boxer Agit Kabayel vor allem eines bedeutet: Geduld und die Chance auf Revanche.

Der interims-champion im wartebereich

Kabayel, als Interims-Weltmeister des WBC eigentlich der designierte Herausforderer, muss sich vorerst mit der Rolle des Zuschauers begnügen. Der Weltverband gewährt Usyk seit über einem Jahr wiederholt Ausnahmegenehmigungen für andere Gegner – eine Praxis, die für Kabayel frustrierend ist, aber seinen Fokus nicht verändern darf. Die Entscheidung der WBC, Verhoeven, einen Kickboxer, der bisher nur einmal im Ring stand, als legitimen Titelanwärter zu akzeptieren, wirft ein schlechtes Licht auf die Glaubwürdigkeit des Verbandes. Es scheint, dass hinter der Kulisse finanzielle Interessen eine größere Rolle spielen als sportliche Fairness. Der saudische Boxmogul Turki Al-Sheikh, der das Spektakel finanzierte, wünschte sich ein Aufeinandertreffen zweier Legenden aus unterschiedlichen Kampfsportarten – und das bekam er.

Verhoevens gewichtsvorteil und usyks antwort

Verhoevens gewichtsvorteil und usyks antwort

Verhoeven prahlte vor dem Kampf mit seinem Gewichtsvorteil von 20 Kilogramm, doch Usyk ließ sich davon nicht beirren. „Für mich ist das eine Herausforderung. Rico ist ein gefährlicher Mann“, erklärte der Ukrainer. Er scheint den ungewöhnlichen Kampf als eine Möglichkeit zu sehen, seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen und sich den Erwartungen zu widersetzen. Kabayel hingegen schätzt die Situation realistisch ein: „In den ersten drei bis fünf Runden wird Usyk das Ding nicht beenden können. Rico ist ein zäher Brocken. Danach wird Usyk sein Ding machen.“

Kabayels geduld zahlt sich aus?

Kabayels geduld zahlt sich aus?

Während Usyk und Verhoeven im Ring stehen, beobachtet Kabayel aufmerksam. Er hat die Chance, sich Usyk genau anzusehen, bevor er selbst in den Ring steigen kann. Aktuelle Verhandlungen deuten darauf hin, dass sich die Situation zugunsten von Kabayel entwickelt. „Im Februar, März hatte ich noch das Gefühl, dass Usyk einem Kampf mit mir aus dem Weg geht“, so Kabayel. „Aber mittlerweile sind im Hintergrund einige Dinge passiert, die mich glauben lassen, dass wir diesen Kampf im Spätherbst endlich bekommen – und das am besten in Deutschland.“

Die Forderung ist klar: „Er muss als Nächstes gegen mich kämpfen“, betont Kabayel. Andernfalls droht Usyk, den Gürtel abgeben zu müssen. Kabayel befindet sich in einer starken Verhandlungsposition und ist bereit, auf seine Chance zu warten. Er weiß, dass ein Kampf gegen Usyk ihn mit den Besten seiner Generation messen lässt – und das ist es, was er will. Die Bühne ist bereitet, die Spannungsteigt, und Agit Kabayel bleibt geduldig im Rampenlicht.