Usa sperrt irans fans aus – die wm droht ohne teamgeist
Die US-Behörden haben dem Iran kurz vor WM-Beginn sämtliche Tickets für die Gruppenspiele entzogen. Die FIFA schweigt, die Fans sind fassungslos – und das Turnier verliert seinen Kern: die Menschen, die es befeuern.
Keine karten, keine stimmen, keine heimat im stadion
Per Brief erreichte den iranischen Fußball-Verband die Nachricht: Das Kontingent von 5.400 Tickets gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten ist null. Offizielle Begründung der US-Seite: Sicherheitsbedenken. Tatsächlich wirkt die Maßnahme wie ein politisches Trittbrett – und trifft den Sport am empfindlichsten Punkt. Die Spieler müssen nun um halbleere Ränge kämpfen, die Choreografien der Anhänger fehlen, und die Bilder aus den USA werden so steril wie ein Testspiel im Trainingszentrum.
Der FFI protestiert, die FIFA schweigt. Ein weiterer Präzedenzfall, der zeigt: Auch 2026 bleibt der Fußball nicht immun gegen Geopolitik.

Sturm über dem aztekenstadion – mexiko bangt um den auftakt
Während die iranische Mannschaft ohne Rückendeckung antritt, droht dem Co-Gastgeber Mexiko das Chaosprogramm. Alarmstufe Orange gilt für Teile der Hauptstadt, ein tropischer Sturm nimmt Kurs auf die Pazifikküste. Die Metro pumpt Wasser aus den Tunneln, Zugänge werden gesperrt – und 87.000 Besucher fragen sich, ob sie überhaupt ankommen. Die FIFA hält an Donnerstagabend fest. Ein Spiel unter Blitz und Regen wirkt wie eine Metapher für die gesamte Vorrunde.

Spanien ohne yamal und williams? de la fuente räumt auf
Lamine Yamal und Nico Williams kehrten vom Training mit Zellstoff-Verbänden zurück, doch Spanien schöpft Hoffnung. Die medizinische Abteilung meldet: beide Flügelstürmer sind «matchfit» für den Start gegen Kap Verde. Der Europameister kann seine Schnelligkeit wahren – und Peru hat bereits den Geschmack bekommen: 3:1 im letzten Test, zwei Tore nach Standards, eins nach Eigentor. Die Generalprobe glückte, doch das echte Stück folgt erst in Miami.

Frankreichs olise liefert die show vor dem hurrikan
Michael Olise trifft dreimal gegen Nordirland – und entlässt Didier Deschamps mit breitem Grinsen in den Flieger. Drei Tore, drei Varianten: Volley, Dropkick, Lupfer. Die französische Presse spricht vom «neuen Ribéry». Wenn die Stürmer so in Form sind, kann selbst ein Orkan nicht die Laune verderben.

Kanada feiert – und zweifelt
Erstmals WM-Gastgeber, erstmals Heimspiel auf dem eigenen Rasen. Doch die Fahnen am Grouse Mountain wehen auch vor Skepsis. Ticketpreise jenseits von 400 Dollar, S-Bahn-Ausfälle in Vancouver und die Frage: Bleibt die Begeisterung, wenn die Mannschaft in der Vorrunde scheitert? Die Antwort kommt am 15. Juni gegen Portugal.

Die bilanz vor dem ersten pfiff
4 Tage bis zum Eröffnungsspiel. 0 Tickets für iranische Fans. 1 tropischer Sturm vor der mexikanischen Küste. Und ein Turnier, das schon jetzt lauter ist als seine Vorgänger – nicht wegen der Tore, sondern wegen der Geschichten drumherum. Die WM 2026 beginnt nicht erst auf dem Rasen, sondern in den Kontrollstellen, Wetterkarten und Gerichtssälen. Der Ball rollt Donnerstag. Die Welt schaut hin – und fragt sich, ob das Spiel noch der wichtigste Teil bleibt.
