Uruguay vor duell gegen saudi-arabien: bielsa warnt vor einzelkünstlern!
Miami – Marcelo Bielsa, der Coach von Uruguay, hat vor dem ersten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien im Rahmen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft eine klare Ansage gemacht: Leichte Gegner gibt es im Group H keine. Die 'Celeste' muss sich auf gefährliche Individualisten einstellen, so der Taktikfuchs bei der Pressekonferenz.

Bielsa lobt spanien und warnt vor arrauos verletzung
Die Partie gegen Saudi-Arabien wird sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Bielsa betonte, dass die Stärke des Gegners in seinen einzelnen Spielern liegt. „Es gibt keine Geheimnisse in unserer Spielweise“, erklärte der argentinische Trainer. „Wir versuchen, das Spiel von hinten heraus zu strukturieren, den Ball zu kontrollieren, mit vielen Spielern anzugreifen, aggressiv zu pressen und eine schlüssige Verbindung zwischen Ballbesitz und Torgefahr zu schaffen.“ Seine Mannschaft wolle das Spiel dominieren und den Gegner unter Druck setzen.
Besonders beeindruckt zeigte sich Bielsa von Spanien, dem Gruppengegner in der Gruppe H. „Sie spielen wirklich gut. Ich habe das Gefühl, dass sie für die nächsten 15 Jahre Spieler für die Zukunft haben; es ist der Stil, das Spielmodell, das wir bewundern“, lobte er die Furia Roja. Diese Aussage unterstreicht den Respekt, den Bielsa für den europäischen Fußball und besonders für die spanische Nationalmannschaft empfindet.
Doch die Vorbereitung ist von einem herben Rückschlag überschattet: Ronald Araujo, der zentrale Verteidiger von Barcelona, zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu und reiste umgehend nach Spanien, um sich dort behandeln zu lassen. „Ein Muskelfaserriss im Training deutet auf ein Problem hin. Wir fühlen uns für die Verletzung von Araujo verantwortlich, aber wir hätten daran nichts ändern können“, gestand Bielsa mit Bedauern. Die Verletzung des Verteidigers wirft einen Schatten auf die ansonsten positive Stimmung im uruguayischen Lager.
Die Anreise nach Miami wurde zudem durch einen chaotischen Zwischenfall verzögert. Ein Fehler bei der Dokumentation des Charters, der die Mannschaft von Cancún (Mexiko) nach Miami bringen sollte, führte zu einer unerwarteten Wartezeit. Die FIFA räumte einen Fehler bei der Freigabe der Fluggesellschaft in Mexiko ein, der die Abreise der uruguayischen Delegation verzögerte. Die Mannschaft musste schließlich mit einem anderen Flugzeug nach Miami ausweichen. Die Verzögerung von fast drei Stunden sorgte für erhebliche Unruhe und veränderte den Zeitplan kurzfristig.
Die Entschlossenheit des Teams ist jedoch ungebrochen. „Wir arbeiten mit einem Team von sehr vertrauten Leuten“, erklärte Bielsa in Bezug auf die Behandlung von Araujo. „Es gab keine Entscheidung, die nicht mit diesen Personen und dem Spieler selbst abgestimmt wurde.“ Die Konzentration liegt nun voll und ganz auf dem bevorstehenden Spiel gegen Saudi-Arabien und dem Ziel, erfolgreich in die Weltmeisterschaft zu starten. Die Reise war holprig, aber die 'Celeste' ist bereit für die Herausforderung.
