Urbig: der wm-mitläufer, der alle überrascht!
Jonas Urbig, der vierte Torwart des FC Bayern, ist ein Phänomen: Er reist mit der deutschen Nationalmannschaft zur WM 2026, nimmt an allen Trainingseinheiten teil und sitzt sogar bei Besprechungen auf dem Rasen – ohne jedoch spielberechtigt zu sein. Ein Privileg? Eher eine clevere Strategie von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Der torwart im schatten: warum urbig mitreist
Während Manuel Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nübel im Fokus stehen, profitiert Urbig von seiner WM-Akkreditierung – einem Standardprivileg für alle Mitglieder des DFB-Teams. Das bedeutet: Er darf überall hin, nur nicht auf die Bank. Dort muss er sich mit dem restlichen Staff aufhalten, ein Umstand, der für einige sicherlich etwas ungewöhnlich erscheint, aber eine wichtige Funktion erfüllt.
Die Spieler wollen nach jedem Training noch 45 Minuten schießen, eine Belastung, die nicht ständig getragen werden kann. Hier kommt Urbig ins Spiel: Er verteilt die Arbeit, gibt Vollgas im Training und sorgt für eine positive Energie in der Gruppe, wie Nagelsmann betont. „Der Hauptgrund ist: Wir wollen im Training einen vierten Torwart zur Verfügung haben, der sich in alles reinwirft“, erklärt der Bundestrainer. Und das tut Urbig, wie das Foto zeigt, auf dem er sogar stolz mit dem Rest der Mannschaft auf dem offiziellen Mannschaftsfoto posiert.
Es ist kein Zufall, dass Urbig, obwohl er keine Minute auf dem Platz stehen wird, ein fester Bestandteil des Teams ist. Seine Einsatzbereitschaft und sein Engagement zahlen sich aus. Die Teilnahme am Singen der Nationalhymne beschränkt sich allerdings auf die Spieler in der Startelf und die Ersatzspieler – ein Detail, das Urbig hinnehmen muss.
Am Montag steht das Sechzehntelfinale gegen einen noch unbekannten Gegner an. Egal, wer der Gegner sein wird, eines ist gewiss: Jonas Urbig wird wieder dabei sein, lernbereit und voller Tatendrang. Sein Beitrag mag im Schatten der Stars liegen, aber er ist nicht weniger wertvoll für den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft.
