Upamecano verpasst freistoß: real-offensive wird zum albtraum!

München – Dayot Upamecano, normalerweise ein Fels in der Brandung, präsentierte sich im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid von seiner unglücklichsten Seite. Eine Hundertprozentige vergab er knapp, ein Moment der Fassungslosigkeit, der das Allianz Arena zum Beben brachte und die Ausgangslage des Rückspiels entscheidend verändern könnte.

Die szene, die sprach – und die kommentatoren verstummen ließ

Die szene, die sprach – und die kommentatoren verstummen ließ

Schon in der 9. Minute entwickelte sich der Krawall. Joshua Kimmichs präzise Flanke fand Harry Kane, der diese per Kopf perfekt für den freistehenden Upamecano weiterleitete. Aus kaum drei Metern Schussdistanz hatte der Franzose die Führung auf dem Fuß – traf den Ball aber unsauber. Álvaro Carreras, der Real-Verteidiger, war mit einer Glanzleistung auf der Linie zur Stelle und verhinderte den möglichen Führungstreffer. Der Aufschrei im Stadion war ohrenbetäubend, die Reaktionen der Experten ebenso eindeutig.

„Das gibt es nicht!“, entfuhr es Benedikt Höwedes bei Prime Video. Hannes Herrmann, der Kommentator, war schier sprachlos: „Upamecano bringt den nicht rein! Eine Riesenchance in der 9. Minute!“ Höwedes ergänzte: „Bayern dominiert zu Beginn, aber Real wirkt überrascht, wie offen Räume sind. Kane legt super ab, Upamecano steht völlig blank. Vielleicht war er einen Tick zu früh in der Situation.“ Das Spielgeschehen hatte bereits in den Minuten zuvor gezeigt, dass die Bayern die Kontrolle besaßen, doch diese vergebene Chance riss die Hausherren aus ihrer anfänglichen Euphorie.

Ein psychologischer Knackpunkt?

Die Szene offenbarte einen Moment der Überraschung bei Upamecano, der anscheinend selbst nicht mit der immensen Freiheit vor dem Tor gerechnet hatte. Sein Reaktion, die Hände vor das Gesicht zu schlagen, spiegelte die Enttäuschung wider. Der xG-Wert dieser Chance dürfte astronomisch gewesen sein, wie Herrmann anmerkte, ein Wert, der die verpasste Möglichkeit noch deutlicher unterstreicht.

Aber Upamecano war nicht der Einzige, der im Bayern-Trikot eine Großchance vergab. In der 28. Minute ließ auch Serge Gnabry eine Torchance der Extraklasse aus. Ein kapitaler Fehler von Thiago Pitarch im eigenen Sechzehner ermöglichte Gnabry einen Abschluss aus kürzester Distanz, doch Andriy Lunin im Tor der Königlichen war zur Stelle.

Die vergebenen Chancen sind ein deutliches Signal: Bayern muss seine Effizienz vor dem Tor deutlich steigern, wenn das Weiterkommen in der Champions League ernsthaft angestrebt werden soll. Real Madrid hat gezeigt, dass es bestraft, wenn sich solche Gelegenheiten bieten. Die Frage, die sich nun stellt: Wird Upamecano und Gnabry sich im Rückspiel rehabilitieren können? Die Antwort wird entscheidend für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs sein.

Die Partie offenbarte mehr als nur verpasste Chancen. Sie offenbarte eine gewisse Nervosität in der Bayern-Defensive und eine beeindruckende Kaltschnäuzigkeit im Real-Tor. Es bleibt abzuwarten, ob die Münchner aus ihren Fehlern lernen und im Rückspiel eine bessere Leistung zeigen können. Denn eines ist klar: So kann es gegen Real Madrid nicht weitergehen.