Simeon nikolov bei lube civitanova: ein bruder-duell für die geschichte
Die italienische Superlega bekommt ihren begehrtesten Neuzugang des Sommers. Simeon Nikolov, 19 Jahre jung und bereits Silbermedaillengewinner bei der WM 2025, wechselt zu Lube Civitanova und bildet dort mit seinem Bruder Alex das wohl aufregendste Geschwisterpaar des europäischen Volleyballs. Der bulgarische Zuspieler folgt damit einer langen Tradition ausländischer Stars in den Reihen des Clubs: von Mauricio über Christenson und Bruno bis De Cecco.
Moni kommt – und die zahlen sprechen für sich
Der Deal sorgte für Furore. Über 700.000 Aufrufe auf Instagram innerhalb weniger Stunden nach der Bekanntgabe – selten hat ein Transfer in der Superlega derart viral gewirkt. Der Grund liegt auf der Hand: Nikolov gilt als das größte Talent auf seiner Position seit Jahren. 208 Zentimeter Körpergröße, Sprungangriff statt klassischem Zuspiel aus der Tiefe, eine Mauerpräsenz, die für einen Spielmacher ungewöhnlich ist.
Doch was das Projekt wirklich elektrisiert, ist das familiäre Kalkül. „Ich habe schon immer mit meinem Bruder Alex spielen wollen“, erklärt Nikolov, den alle Moni nennen. „Als sich diese Möglichkeit auftat, habe ich sofort zugesagt. Es gab nichts zu verhandeln, mein Wunsch war klar.“ Der jüngere Nikolov trägt bei Civitanova die Nummer 1 – und damit ein gewisses Erbe.

Giannelli als maßstab: „beim ersten mal habe ich nichts verstanden“
Die Superlega wird zur Arena eines wiederkehrenden Duells. Bei der WM 2025 in den Philippinen standen sich Simeon Nikolov und Simone Giannelli als Zuspieler der Finalisten gegenüber – Bulgarien unterlag Italien, Nikolov musste sich geschlagen geben. Nun treffen die beiden in der Liga erneut aufeinander, und der Respekt ist gegenseitig.
„Ich bin ein großer Fan dieser Liga und kann es kaum erwarten, mich mit Spielern wie Christenson, Sbertoli und Giannelli zu messen“, sagt Nikolov. Die Reihenfolge ist bemerkenswert: Giannelli steht am Ende, nicht am Anfang.n{n
